Mittwoch, 22. April 2015

Was mich an Büchern nervt....

Hallo Leute,
das klingt vielleicht ein bisschen heftig, aber es gibt einige Dinge, die mich an Büchern nerven. Oder in Büchern. Die mich entweder vom Inhalt her stören oder vom Physischen des Buches her. Ich denke, dass jeder von euch solche Sachen hat, die ihm an einem Buch gewaltig stören können und heute wollte ich euch meine persönlichen Hass-Objekte vorstellen. In letzter Zeit habe ich mir nämlich über einige Faktoren häufiger Gedanken gemacht, weswegen ich beschlossen habe, sie jetzt einfach mal runter zu tippen. Dabei spreche ich wirklich nicht von Dingen, die andere Leser mit ihren Büchern machen, denn mal ehrlich, es sind ihre Bücher und wenn sie Eselsohren reinmachen wollen oder nicht, das geht mich nichts an. Es dreht sich hier allein um das, was Verlage und Autoren machen, was mich bei ihren Büchern zur Weißglut treibt.

Physische/optische Missstände

1. Hardcover-Ausgaben

Nein, ich hasse nicht Hardcover-Ausgaben an sich, aber ich bevorzuge eindeutig die Taschenbücher. Ich mag sie lieber, sie lassen sich angenehmer lesen und da ich sowieso immer unterwegs lese, sind Hardcover-Ausgaben für mich unhandlich und unpraktisch. Was mich aber richtig stört ist, dass manche Bücher gefühlte Ewigkeiten brauchen, bis sie endlich als Taschenbuch erscheinen. Für mich ist das nicht nur ein Faktor der Handhabung, sondern auch des Geldes. Ich kann mir nicht jedes Buch als Hardcover leisten, vor allem wenn sie 20€ und mehr kosten. Besonders stört mich das bei der Rizzoli&Isles-Reihe von Tess Gerritsen. Die Bücher brauchen fast zwei Jahre, um endlich als Taschenbücher zu erscheinen. Ich meine: Hallo? Es sind Thriller! Die wenigsten Menschen lesen Thriller mehr als einmal, warum also muss es das Buch zwei Jahre lang als Hardcover geben? Oder Der Name des Windes von Patrick Rothfuss. Das Buch ist 2008 auf Deutsch erschienen. Seitdem gibt es das Buch nicht als Taschenbuch. Ja okay, 2010 wurde es einmal für kurze Zeit als Klappbroschur rausgebracht, aber diese Ausgaben sind mittlerweile auch nur zu horrenden Preisen gebraucht zu bekommen. Sieben Jahre lang weigert sich der Klett-Cotta-Verlag, das Buch als Taschenbuch herauszubringen und ich meine, mit 25€ ist es wirklich kein Schnapper (EDIT: Lest euch dazu bitte den Kommentar von Herrn Amos unter diesem Post durch, der ist sehr interessant und informativ und wird die ein oder andere Frage beantworten). Die anderen beiden Bände bekommt man ja immerhin als Klappbroschur im Schuber, aber wer die Bücher im einheitlichen Format haben möchte, wird eher ungern auf diese Alternative zurückgreifen. Das führt mich zum zweiten Punkt...

2. Uneinheitliche Ausgaben

Viele Menschen, die Bücher lesen, lesen sie einmal und geben sie danach weg. Verkaufen sie, verschenken sie, sonst irgendwas. Viele Menschen, die Bücher lesen, lesen sie mehrmals und hegen sie wie einen Augapfel. Das sind Sammler, die Regale voller Bücher haben und wir Buchblogger gehören ja definitiv zur zweiten Kategorie. Wenn ich also eine Buchreihe sammle, dann möchte ich, dass sie im Regal schön aussieht. Dass man auf den ersten Blick erkennt, dass es sich um eine zusammengehörige Reihe handelt. Aber viele Verlage interessieren sich offensichtlich nicht dafür und ändern mitten in der Reihe das Cover Design. Oder das Format. Plötzlich ist der zweite Band größer als der erste (wie bei Die Glasbücher der Traumfresser und Das Dunkelbuch) oder der dritte Band passt optisch gar nicht mehr zu den beiden vorherigen (wie bei Die Chroniken der Schattenjäger oder Across the Universe). Es ist ja in Ordnung, dass ein Verlag irgendwann das Design einer Buchreihe verändern möchte. Aber kann er das nicht machen, nachdem alle Bände bereits in einer einheitlichen Ausgabe erschienen sind? Warum muss er das mittendrin machen? Ich frage mich manchmal, ob die Verlage sich die bereits erschienenen Bände beim Design des neuen Bandes überhaupt ansatzweise mal anschauen. Oftmals sehen auch die Buchrücken ganz anders aus, was insofern blöd ist, da die Buchrücken das erste sind, was man von einem Buch im Regal sieht. Ganz aktuell bei mir: Echoes of Empire von Mark Barnes, erschienen beim Blanvalet-Verlag. Beim ersten Band steht der Name des Autors unter dem Buchtitel, hochkant, von unten nach oben. Das Emblem des Verlages ist oben und schwarz unterlegt. Beim zweiten Band steht der Name des Autors oben, im Querformat, das Emblem des Verlages ist unten und nicht mehr farblich unterlegt. Das sieht im Regal einfach beschissen aus. So.


3. Unnötige Aufteilungen/Splittungen 

Es ist anscheinend eine deutsche Verlags-Eigenart, dicke Bücher splitten zu wollen. Sei es nun Das Lied von Eis und Feuer, Die Furcht des Weisen oder Black Dagger - alles, was kommerziell erfolgreich und ein bisschen dicker als gewöhnlich ist, wird in Deutschland gesplittet. Der (englische) Originalband wird auf Deutsch halbiert. Weil die Bindung ja irgendwie nicht funktionieren würde, weil es sonst viel zu dick wäre. Bullshit! Es geht nur ums Geld. Klar, wieso auch nicht? Hey, wenn wir das Buch im Ganzen veröffentlichen, können wir etwa 15-20€ damit verdienen. Wenn wir das Buch splitten, verdienen wir direkt mal 30€. Ist das nicht super? Und damit die Leute nicht blöd fragen, sagen wir einfach, dass es technisch bedingt so sein müsste. Ich habe einige Bücher, die wirklich ziemlich dick sind, die locker in ein Buch gepasst haben. Meine Schwester hat das Buch Stein und Flöte, das hat weit über 1000 Seiten und ist dünner als jeder Band von Das Lied von Eis und Feuer. Für mich ist das nur der Beweis, dass es ums liebe Geld geht. Ich meine, die Bücher werden ja eh gekauft. Daher kann man ja dann noch so viel Geld wie möglich aus ihnen schlagen.

4. Sticker

Nein, ich habe nichts gegen Sticker auf Büchern im generellen Sinne. Manchmal finde ich sie lästig, aber ich kann sie abziehen, wenn sie mich stören. Dass auf Bücher Sticker geklebt werden kann ich durchaus verstehen, wenn man zum Beispiel kennzeichnen möchte, dass es sich um einen Bestseller handelt, oder eine Fortsetzung, oder dass das Buch verfilmt wurde. Aber warum zur Hölle (und da spreche ich in erster Linie von englischen Büchern) müssen manche "Sticker" draufgeDRUCKT werden? Richtig fett mitten auf das Cover gedruckt! Wieso? Reicht es nicht, einfach einen Aufkleber draufzupappen, den ich wieder abziehen kann? Richtig schlimm finde ich es, wenn wie bei The Infernal Devices der Hinweis zu der Verfilmung einer anderen Buchreihe draufgedruckt wurde. Das nervt einfach richtig.

Inhaltliche Missstände

1. Die unnötigen Fortsetzungen

Wenn ein Buch kommerziell erfolgreich ist, dann versucht man natürlich, noch mehr Geld aus der Sache rauszuschröpfen (ja, es geht wieder um das liebe Geld). Wenn dem Autor also nichts neues mehr einfällt, schreibt er einfach noch einen weiteren Band, um mit dem gleichen Produkt noch mehr Geld zu verdienen. Dabei hätte die Reihe eigentlich schon längst beendet sein können, aber nein: hier und da fällt dem Autor ja noch etwas ein, was er unbedingt den Lesern mitteilen wollte. Sicherlich: Es gibt Fortsetzungen, Prequels und eingeschobene Kurzgeschichten-Bände, die wirklich gut sind, übrige Fragen beantworten und qualitativ sich von dem Rest der Reihe nicht unterscheiden. Bei denen man merkt, dass es um Fan-Service geht. Aber es gibt sie, diese Buchreihen, die bis zum Erbrechen gestreckt werden. Sei es Twilight, das noch zwei zusätzliche Bücher als geplant hinterhergeschoben bekam oder, mein Lieblingsthema, Eragon, das absichtlich künstlich in die Länge gestreckt wurde, um einen vierten Band zu rechtfertigen. Oder ja, seien wir mal ehrlich, auch Das Lied von Eis und Feuer kann sich von diesem Vorwurf nicht ganz frei sprechen. Immerhin war die Reihe ursprünglich auch mal als Trilogie geplant. Ich will nicht sagen, dass die Fortsetzungen da völlig unnötig waren, aber man merkt ab einem gewissen Punkt, dass der Autor nur noch Zeit und Seiten schindet und der rote Faden völlig verloren geht, nur um noch einen weiteren Band zu rechtfertigen.

2. Erzwungene Handlungsstränge

Natürlich hat man als Autor einen Plan im Kopf, wohin die Geschichte sich entwickeln soll. Und irgendwann im Verlauf der Handlung sollte die Geschichte auch diese Richtung einschlagen. Was ich aber gar nicht mag ist, wenn man als Leser merkt, dass gewisse Ereignisse und Geschehnisse so konstruiert sind, um die Handlung in eine bestimmte Richtung zu drängen. Das empfand ich zum Beispiel bei Die Karte der Welt und Flammenwüste ganz stark. Die Handlung ist in diesen Fällen nicht schlüssig gewesen sondern wirkte gestellt und unlogisch. Ich finde, es ist ein trauriges Zeugnis, wenn ein Autor sich auf Teufel komm raus irgendwelche Handlungsstränge aus den Fingern saugt, nur damit die Story die richtige Richtung einnimmt. Dann sollte man die Geschichte vielleicht noch ein paar Mal überdenken, bevor man hanebüchene Handlungen mit der Story verquirlt.

3. Insta-Love

Irgendwie träumt doch fast jeder von der Liebe auf den ersten Blick, aber 1. ist sie ziemlich unwahrscheinlich, beziehungsweise unrealistisch und 2. ist sie in den (Jugend-)Büchern total ausgelutscht. Ein Mädchen, das sich eigentlich immer als total unscheinbar und hässlich gesehen hat, betritt einen Raum und da steht er: der heißeste Typ der Schule (oder was auch immer das Setting ist). Beide blicken sich kurz in die Augen und beide wissen, dass es um sie geschehen ist. Wie gesagt, mag ja sein, dass jeder insgeheim diesen Wunsch hegt und dass es in einigen (seltenen) Fällen auch so passieren kann, aber es hängt mir bei vielen Büchern echt zum Halse raus. Es ist ja in Ordnung, wenn eine gewisse Anziehung von Beginn da ist, aber ich finde es viel schöner, wenn sich die Liebe langsam, nach und nach entwickelt. Wenn die beiden Liebenden eine Basis haben, auf der die Liebe wachsen kann und es nicht auf reiner körperlicher Anziehung beruht. Ist es denn so schwierig für die Autoren, eine langsam aufkeimende Liebe zu beschreiben? Sicherlich, es gibt auch genügend (Jugend-)Bücher, in denen die Liebe einfühlsam beschrieben wird, aber leider ist das nicht überall der Fall. Genau so finde ich es übrigens lästig, wenn die beiden Liebenden vom Schicksal her keine andere Wahl hatten, als sich ineinander zu verlieben. Hallo? Wo bleibt der freie Wille? Ist ja schön und gut, dass es Schicksal war, dass sie sich begegneten, aber warum mussten sie sich vom Schicksal her auch ineinander verlieben? Kann nicht eine Freundschaft schicksalhaft sein? Muss es immer eine Liebe sein?

4. Liebesdreiecke

Kommen wir zu meinem Hass-Thema Nummer 1. Das Liebesdreieck. Manchmal auch Viereck. Ich weiß nicht, wieso, aber die Autoren heutzutage scheinen der Meinung zu sein, Liebe und Drama in einem Buch nur unter einen Hut zu kriegen, wenn es sich um Liebesdreieck handelt. Vor allem: Warum muss es immer ein Mädchen sein, um das sich zwei Kerle streiten. Ja, ich weiß, das geht auch andersrum, ist aber bei Weitem seltener. Glauben die Autoren, dass jedes Mädchen sich wünscht, dass sich zwei Typen um es kloppen? Sagen wir mal so - es ist für mich in Ordnung, wenn sich zwei männliche Protagonisten in die weibliche Protagonistin verlieben (behalten wir im Hinterkopf: das ist nicht für diese Kerl-Mädel-Kerl Konstellation festgelegt. Das ist auch in allen möglichen anderen Konstellationen so), aber warum muss das Mädchen sich dann auch gleich in beide verlieben? Warum kann nicht von Anfang an klar sein "okay, beide lieben sie, aber sie liebt definitiv nur den einen und lässt den anderen nicht am Haken zappeln, sondern macht ihm von Anfang an klar, dass sie ihn nicht liebt." Warum muss es immer so ein Drama geben? Warum wird im ersten Band ein super liebenswerter Typ eingeführt, in den sich das Mädchen verliebt, nur damit im zweiten Band der Badass erscheint und das Mädchen ebenfalls um den Finger wickelt? Es gibt in meinen Augen ganz wenige Bücher, in denen ich ein Liebesdreieck ertragen kann. In den meisten Fällen sorgt es dafür, dass ich die Lust verliere, das Buch überhaupt zu lesen. Ich lebe da nach einem ganz festen Grundsatz:

Soo, das waren ein paar Dinge, die ich an Büchern nicht mag, teilweise sogar hasse. Damit greife ich niemanden von euch persönlich an, denn es mag ja sein, dass manche von euch Liebesdreiecke lieben oder Insta-Love mögen oder dergleichen. Was bringt euch bei Büchern richtig auf die Palme? Ich könnte jetzt noch eine Weile so weiter machen, aber ich will ja nicht nur meckern. Und am Ende überwiegen natürlich die positiven Seiten an Büchern, denn sonst würde ich ja schließlich nicht lesen :)


Kommentare:

  1. *daumen hoch* Wo kann ich unterschreiben? :D
    Ich seh das bis auf den Punkt mit den Stickern ALLLES genau so und rege mich in regelmäßigen Abständen darüber auf.
    Ich lese auch lieber Taschenbücher, vor allem wegen des Preises und jetzt hat Kai Meyer letztes Jahr auf einer Lesung erzählt, dass das TB ausstirbt, weil die Verkaufszahlen nicht mehr so hoch sind... :'(
    Ergänzen würde ich vielleicht noch, dass die Bücher immer dünner werden (dazu aber auf dickem Papier gedruckt werden, damit es ja keiner merkt) und man immer noch 20€ für ein HC-Buch mit 300 Seiten länge bezahlen muss. Außerdem merkt man manchen Büchern auch an, dass sie gekürzt wurden, da meist das Ende sehr überhastet wirkt... Find ich echt ein dämlicher Trend, 400 - 500 Seiten kann ein gutes Buch doch haben.

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    1. Hallo Dreamcatcher,
      haha moment, ich suche grade nach einem Stift ;)
      Okay, wenn Kay Meyer recht hat, dann ist das wirklich traurig. Ich würde gerne die Taschenbücher weiter unterstützen, aber anscheinend sind sie nicht so gefragt wie gebundene Bücher.
      Oh ja, das ist mir auch aufgefallen. Ich habe in letzter Zeit von vielen Büchern gelesen, die so unglaublich dünn sein sollen und gerade mal die 300 Seiten schaffen, wenn überhaupt. Und ja, das dicke Papier dient dann nur dazu, dass es dem Leser im ersten Moment nicht auffällt, wie dünn das Buch eigentlich ist. Kann ich aber auch verstehen, denn so ein extrem dünnes Buch zieht natürlich nicht so viele Leser an.
      Liebe Grüße, KQ

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  2. Ein sehr unterhaltsamer Post! ^^
    Bei den aufgedruckten Stickern kann ich nur zustimmen, ich versuche diesen Büchern immer aus dem Weg zu gehen oder auf eine andere Aufmachung zurück zugreifen.
    Allerdings mag ich Hardcover seeeehr gerne, auch wenn ich unterwegs bin. Da mach ich mir schon die Mühe und nimm eine größere Tasche mit oder so. Ich glaube, ich mag es einfach ein schönes gebundenes, dickes, schweres Buch in den Händen zu halten. Trotzdem kann ich deine Einwände verstehen :)
    Grüße, May von Mayanamo

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    1. Hallo May,
      danke, es freut mich, dass ich dich mit dem Post unterhalten konnte :)
      Ich versuche auch, um solchen Ausgaben mit draufgedruckten Stickern einen Bogen zu machen. Deswegen habe ich mir den ersten Band von Divergent letztens als HC gebraucht gekauft (ich besaß das Buch schon länger als TB, hatte die anderen Bände aber als HC, daher habe ich mir den ersten Band nachgekauft), da ich wusste, dass auf den neues Ausgaben der Hinweis stehen würde, dass es sich um ein Major Motion Picture handeln würde. Aber manchmal kann man das nicht verhindern. Clockwork Princess habe ich im Internet bestellt und da hatte ich leider keinen Einfluss drauf. Und dieser Sticker ist ja echt die Höhe. Der ist riesig, verdeckt einen Teil von Tessas Körper und weist auf eine ganz andere Reihe hin -.-
      Hardcover finde ich schon schön, optisch gesehen, aber ich werde sie trotzdem immer unhandlich finden :D
      Liebe Grüße, KQ

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  3. Da kam aber viel zusammen!^^
    Ich muss ja gestehen, dass ich Hardcover-Ausgaben lieber mag, die schauen im Regal auch irgendwie besser aus (und rutschen nicht gleich weg, wenn man sie im Regal aufstellt).
    Was mich ebenfalls ärgert, da stimmt ich dir vollkommen zu, ist die Aufsplittung von Büchern. Einfach extrem unnötig. Ich habe ein Buch hier, das hat mehr als 1000 Seiten und ist genauso dick wie ein 400seitiges Buch (ein Hoch auf das gute alte "Bibelpapier" :D).

    Das Debakel mit den Ausgaben von Mark Barnes ist ja mal richtig ärgerlich. Da fragt man sich wirklich, was in den Köpfen der Verleger vorgeht. Aber die sehen wahrscheinlich nicht die Bücher im Einzelnen, sondern im den Verlag im Gesamten. Und wenn die im Rahmen ihres Corporate Designs neue Entscheidungen treffen, wird auf einzelne Reihen wohl keine Rücksicht genommen.

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    1. Hallo BücherFähe,
      ja, wenn man einmal anfängt, dann schreibt man sich einfach mal alles von der Seele, was einem einfällt^^
      Sicherlich sehen Hardcover-Ausgaben im Regal schöner aus, das stimmt absolut, aber trotzdem finde ich sie unhandlich und zu teuer. Vor allem nehmen sie mehr Platz weg als ein Taschenbuch (in den meisten Fällen).
      Oh ja, ich freue mich immer, wenn ich ein Buch finde, das auf Bibelpapier gedruckt ist xD Dann denke ich nämlich immer: "Yay, es wurde nicht gesplittet!"
      Das mit den Büchern von Mark Barnes ist eigentlich ja nur eine Kleinigkeit, ich meine, ansonsten passen die beiden Bände optisch ja wirklich richtig gut zusammen, aber diese Änderung, auch wenn sie nur recht klein ist, ist völlig unnötig und schade. Ich denke auch, dass es so ist. Von oben wird ein neues Design bestimmt und dann wird es durchgesetzt. Der Endverbraucher kann eh nichts daran ändern.
      Liebe Grüße, KQ

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  4. Hallo, ein Hinweis zum Punkt Taschenbuch zu Patrick Rothfuss bedarf der Erklärung. Ich bin bei Klett-Cotta und kenne die Zusammenhänge. Wir haben einen Taschenbuchlizenzvertrag zur Reihe mit einem anderen Verlag abgeschlossen. Dieser besagt, dass mit Erscheinen des dritten Bandes der Köngismörderchronik das erste Taschenbuch erscheinen darf. Wie wir wissen, ist dieser noch nicht erschienen, daher gibt es noch kein Taschenbuch. Wir (Klett-Cotta) haben aber eine broschierte Ausgabe des ersten Bandes gemacht, der allerdings limitiert war und schon seit einiger Zeit vergriffen ist. Band 2 (in zwei Teilen) in noch als Paperback lieferbar. Beides wurde ja auch erwähnt. Unsere Paperbacks sind natürlich nicht so günstig wie das Taschenbuch, weil sich das der Taschenbuchverlag, der die Lizenz gekauft hat, verbitten würde. Dies als Information und als Zeichen dafür, dass nicht alles, was leicht aussieht auch leicht ist.

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    1. Hallo,
      vielen lieben Dank für Ihren Kommentar. Ich finde es wirklich interessant, mal von internen Handlungsabläufen zu lesen. Als Laie und Endverbraucher weiß man natürlich nicht, wie es in einem Verlag abläuft und welche Regeln befolgt werden müssen.
      Es freut mich natürlich zu hören, dass irgendwann die Reihe als Taschenbuch erscheint. Ich habe den ersten Band gebunden meiner Schwester einmal zum Geburtstag geschenkt und meinen Geldbeutel hat es schon ein wenig geschmerzt. Ich finde die Klett-Cotta Bücher von der Qualität und Aufmachung auch immer sehr schön, aber sie übersteigen mein Budget dann doch. Wenn ich ökonomisch denke, kann ich mir nunmal mehr andere Bücher zum gleichen Preis leisten.
      Ich habe mir schon gedacht, dass es etwas mit Lizenzen zu tun hat, ich habe mich nur immer gefragt, was für Lizenzen das sind, weswegen zum Beispiel Der Name des Windes bis auf die limitierte Klappbroschur nicht als Taschenbuch erschien.
      Ich danke Ihnen auf jeden Fall für die Aufklärung. Man versteht dann besser, an welche Regeln die Verlage gebunden sind.
      Liebe Grüße, KQ

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    2. Das ist gerne geschehen! Und danke für das Lob.

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  5. Ich besitze eine Reihe, die optisch perfekt zueinander passt, allerdings ist der erste Band ungefähr drei Millimeter kleiner, als Band 2 und 3. Gerade genug, damit es im Regal so richtig scheiße aussieht.
    Bei einer anderen passen die Bücher optisch ebenfalls zueinander und auch die Höhe stimmt, dafür sind sie unterschiedlich tief... Mir erschließt sich der Sinn hinter so etwas einfach nicht.

    Auch in [fast] allen anderen Punkten kann ich mich nur anschließen. Teilweise merkt man einfach, dass auch bei den Büchern gerne viel Geld gemacht wird. Das ist traurig, andererseits aber auch irgendwie verständlich. Heutzutage ist das ja fast überall so. Es macht nur eben vieles kaputt.

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    1. Hallo Asmos,
      boah ja, wie krass das nervt. Bei mir ist das mit dem zweiten Band von Die Glasbücher der Traumfresser so (Das Dunkelbuch). Das Buch ist einen halben Zentimeter größer als der erste Band und das sieht so blöd im Regal aus. Völlig unnötig ist das. Und das mit der Tiefe ist auch ärgerlich. Ich frage mich, warum die Verlage nicht komplett einheitliche Maße in ihrer Produktion festlegen. Hardcover haben die und die Maße und Taschenbücher die und die. Punkt. Ende. Aus.

      Ja, leider dreht sich in unserer Gesellschaft alles ums Geld. Irgendwie verstehe ich das auch, die Verlage wollen ja auch Geld verdienen, aber ich finde es trotzdem ziemlich unglücklich gelöst, die Bücher des Geldes wegen aufzuteilen.

      Liebe Grüße, KQ

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  6. Huhu :)

    Ein wirklich sehr gelungener Beitrag!
    Ich kann dir in den meisten Dingen wirklich zustimmen.
    Ich persönlich finde es oftmals sehr Schade, wenn Bücher erst im Hc dann erst im TB erscheinen. Ich liebe es, mich zwischen mehreren Formaten entscheiden zu können. Zum Beispiel habe ich die Bestimmung in Deutsch als TB angefangen zu lesen und Teil 1 und 2 auch in diesem Format lesen können, allerdings hatte ich keine Lust bei Band 3 noch Jahrelang auf die Fortsetzung zu warten. Hab mir dann die englische Ausgabe geholt, sah dann zwar scheiße aus im Regal, aber ich wollte nicht für das Hc, dass auch noch blöd neben den Tbs aussieht, 20e hinblättern. Da muss ich sagen, finde ich die Preise der englischen Hc sehr viel humaner, klar, da muss ja auch nicht noch so viel draufgerechnet wegen, zum Beispiel der Preis der Lizenzen oder so.
    Coverchanges finde ich schrecklich! Klar, es gibt durchaus positiv Ergebnisse (zum Beispiel Shatter me wo anschließend die komplette Reihe das neue Design eben hatte, da der Cover Change ja direkt nach Band 1 war), aber bei Across the Universe z. B: kann ich es nicht nachvollziehen. Ich frage mich wie du dann eben auch immer, warum dass wohl so ist. Ich meine, dass Cover von Across the Universe und A Million Suns war doch echt schön und hat meines Wissens nach auch keine Kritik seites der Leser bekommen, warum also BEIM LETZTEN BAND in so ein hässliches Tarzanmuster ändern??

    Liebesdreiecke und Instalove sind Dinge mit denen du mich jagen kannst. Es gibt nur wenige Ausnahmen, in denen ich derartiges gut gemacht fand. In Seven Realms mochte ich zum Beispiel das Liebesdreieck und die Instalove in Cruel Beauty fand ich seltsamerweise auch ganz cool, weil das für mich irgendwie gerechtfertigt war, auch mal ohne Schicksal xD Andererseits sehe ich dahinter keinen Sinn, vielmehr muss ich sagen: Dein Zitat stimmt voll und ganz! Wirklich schön gewählt, bringt es für mich super auf den Punkt. Mir fällt es immer unglaublich schwer, eine Prota zu mögen, die zwei Kerle gleichzeitig zappeln lässt, und daran sehe ich echt nichts romantisches. Allerdings wäre es bestimmt mal cool, dass ganze Umgekehrt zu sehen, wenngleich ich kaum glaube, dass ein "Bitch-Fight" um Mr. Right auf die dauern so unterhaltsam wäre, wie es klingt.

    Also, wie gesagt, ein sehr schöner Beitrag! :)

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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    1. Hallo Kücki,
      ja genau, das finde ich auch immer ärgerlich. Warum muss man immer so ewig lange auf die TB-Ausgaben warten? Manchmal gibt es Bücher, die auch direkt als TB erscheinen oder parallel zur HC-Ausgabe, aber das ist ja eher recht selten.

      Tatsächlich kaufe ich mir auch englische HC-Ausgaben häufiger. Ich finde, die liegen gut in der Hand und sie sind wirklich viel erschwinglicher. Meistens zahlt man da ja nur 12-14€ und das sind ja Preise, die durchaus zu vertreten sind.

      Ich wollte eigentlich schon seit Ewigkeiten mit Across the Universe anfangen, habe aufgrund des Coverchanges es nicht gemacht. Ich fand nämlich die ersten beiden Bände wirklich wunderschön (ich liebe Galaxy-Motive!!!), aber als ich den dritten Band gesehen habe, war ich echt schockiert. Daher muss ich mal schauen, ob ich die Reihe je lesen werde (da sieht man mal, so weit ist es mit mir schon xD).

      Klar, die Ausnahme bestätigt die Regel. Das trifft auch auf Insta-Love und Liebesdreiecke zu. Das Liebesdreieck aus The Seven Realms, da hatten wir ja schon drüber geredet, das mochte ich auch, aber einfach, weil ich beide Männer mochte und es beiden gegönnt hätte.
      Ich denke auch, dass es nichts romantisches an sich hat, zwei Typen bei der Stange zu halten (höhö schlechter Wortwitz xD), es ist für alle Beteiligten nur ungerecht und für die Leser ermüdend. So ein Bitch-Fight könnte mal ganz lustig sein, aber dann wirklich nur als kleiner Punkt des Buches. Wenn es das ganze Buch nur darüber gehen würde wäre es echt schon ziemlich anstrengend!

      Danke für deinen Kommentar und es freut mich, dass dir mein Post gefallen hat :)

      Liebe Grüße, KQ

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