Mittwoch, 2. April 2014

Filmrezension ~ Captain America II - The Return of the First Avenger

Hallo Leute,
gestern war ich mit meiner Arbeitskollegin nach der Arbeit im Kino und zwar in, wie ihr an der Post-Überschrift unschwer erkennen könnt, Captain America II - The Return of the First Avenger. Ich bin ja ein großer Fan von den Marvel-Filmen, weswegen ich es kaum abwarten konnte, diesen Film zu sehen. Vorab habe ich keine Kritiken gelesen und kaum Trailer gesehen, weil ich mich wirklich komplett überraschen lassen wollte.

© Marvel/Disney

Inhalt

Nach den Ereignissen in New York sind die Avengers an ihre früheren Plätze zurückgekehrt, nur Steve Rogers, der zuvor 70 Jahre im Eis geschlafen hat, versucht, sich in der ihm unbekannten Welt des 21. Jahrhunderts zurechtzufinden. Um eine Aufgabe zu haben arbeitet er weiterhin als Captain America für S.H.I.E.L.D., eckt aber immer häufiger mit Nick Fury und Black Widow an, da er deren Ansichten und Opferbereitschaft nicht gut heißt. Bei einem Einsatz, bei dem Captain America ein Schiff von S.H.I.E.L.D. aus den Händen von Terroristen befreien muss, kommt er einem pikanten Geheimnis von Nick Fury auf die Schliche und weiß bald nicht mehr, was er glauben soll und wem er vertrauen kann. Denn der Feind kommt nicht immer von außerhalb, sondern steckt schon mal mitten unter uns...

Meine Meinung

Captain America - The First Avenger kam damals bei den Zuschauern nicht ganz so gut an wie zum Beispiel Iron Man oder The Avengers. So habe ich das zumindest empfunden. Ich mochte den Film um Steve Rogers sehr gerne und habe die patriotischen Symbole immer als Parodie empfunden. Daher war ich sehr gespannt, wie die Macher des Films nun den zweiten Teil von Captain America umsetzen würden, der ja nun nach The Avengers spielt und schon bei Iron Man III die posttraumatischen Probleme nach einem solchen Ereignis wie in The Avengers aufgriff.

Auch Steve Rogers (Chris Evans) hat Probleme, sich nach seinen Erlebnissen einzuleben und Ruhe zu finden. Das liegt aber nicht daran, dass die Begegnung mit den Außerirdischen ihn so sehr mitnimmt, sondern weil er Schwierigkeiten hat, sich in der heutigen Zeit zurechtzufinden. Alle seine Freunde aus damaliger Zeit sind tot und seine große Liebe Peggy (Hayley Atwell) ist mittlerweile 95 Jahre alt und liegt im Sterben. Auch wenn er mit den Ansichten und Methoden von S.H.I.E.L.D. nicht einverstanden ist, so gibt ihm die Organisation doch eine Aufgabe. Einige bekannte Gesichter aus den vorherigen Filmen tauchen hier auf, so zum Beispiel Black Widow (Scarlett Johansson), Nick Fury (Samuel L. Jackson) und, zu meiner Freude, Maria Hill (Cobie Smulders). Sie geben dem Film diese besondere Note, da alle drei einzigartige Charaktere sind, die einfach Spaß machen, trotz ihrer Ecken und Kanten. Neben den alten Bekannten tauchen auch interessante neue Charaktere auf, wie zum Beispiel Sam Wilson (Anthony Mackie), mit dem der neue Superheld Falcon eingeführt wird, aber auch Alexander Pierce (Robert Redford), der in S.H.I.E.L.D. sogar noch über Nick Fury zu stehen scheint und Agent 13 (Emily VanCamp), die zwar nur eine sehr kleine Rolle hat, aber auch zu überzeugen weiß. Die Figur des Sam Wilson mochte ich gerne, da er für den nötigen Witz sorgte und der Side-Kick war. Die erste Begegnung zwischen ihm und Steve war sehr unterhaltsam und ich mochte Sam sehr gerne. Aber auch Natasha Romanow alias Black Widow sorgte für einige Lacher und Schmunzler, da sie Steve gerne mal auf den Arm nimmt und die beiden durch ihre unterschiedlichen Ansichten schnell aneinander geraten. Ihre Art ist einfach sehr trocken und ironisch, was ich einfach unheimlich gerne bei einer weiblichen Protagonistin mag. 

Während die anderen Filme der Marvel-Reihe doch hauptsächlich aus klassischer Hau-Drauf-Action bestehen mit viel Knall und Bumm und Feuer und dergleichen, so bietet The Return of the First Avanger (wie der Film eigentlich im Deutschen heißt, ohne das Captain America II davor) das natürlich auch, gleichzeitig handelt es sich hierbei auch um einen Spionage-/Agenten-Thriller. Captain America entdeckt bei einem Routinemäßigen Auftrag einige Ungereimtheiten und stellt Nick Fury und Black Widow zur Rede. Ich mochte es sehr gerne, dass auch mal die Schattenseiten von S.H.I.E.L.D. noch deutlicher gezeigt wurden als schon in The Avengers. Nicht nur Captain America zweifelt an der Organisation, auch Black Widow und der Zuschauer selber ist sich nicht mehr sicher, was er von ihr halten soll. Dadurch wurde gut gezeigt, dass es nicht immer nur schwarz und weiß gibt, selbst in Superhelden-Filmen nicht, sondern auch immer was dazwischen. Dass man den eigenen Leuten manchmal nicht trauen kann. Natürlich gab es in dem Film viel Action: Autos wurden zerlegt, Helicarrier in die Luft gejagt und Häuser zum Einsturz gebracht - typisch Marvel eben. Action-Fans kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Ein wichtiger Gegner in dem Film ist der sogenannte Winter Soldier, der über erstaunliche Kräfte verfügt, die es mit denen von Captain America aufnehmen können. Mehrmals heizt er unserem Helden ganz schön ein und ist dem Superhelden wirklich ebenbürtig.

Auch wenn der Film mir insgesamt sehr gut gefallen hat und er nahtlos in die restliche Marvel-Riege passt, so gibt es doch ein, zwei Kritikpunkte meinerseits. Zum Einen wäre da diese unheimlich übertriebene Dramatik an mancher Stelle. Für einen Action-Film war es mir eine Spur zu viel, mir fehlte die Leichtigkeit der anderen Marvel-Filme. Obwohl es in denen natürlich auch Dramatik gab, so war sie hier doch eine Spur zu krass. Das wurde auch durch die Farben deutlich, die in dem Film genutzt wurden: alles wirkte irgendwie grau, stumpf und sehr farbentsättigt. Vor allem im Vergleich zu Captain America - The First Avenger wird das deutlich. Der gesamte Film schlägt doch einen recht ernsten Ton an. An mancher Stelle war das sehr gut umgesetzt und manche Szenen haben mich sehr berührt, andere fand ich einfach ein wenig zu übertrieben. Zum Anderen war der Film in meinen Augen doch recht vorhersehbar. Man wusste irgendwie immer, was passieren würde. Und das, obwohl ich vorher von dem Film nichts wusste. Es gab nur sehr wenige Überraschungen (genau genommen insgesamt zwei), was ich ein bisschen schade fand. Ich hätte mir einfach mehr Twists und Wendungen gewünscht.

Viele, mich eingeschlossen, haben sich zudem gefragt, warum im Deutschen der Film The Return of the First Avenger heißt und nicht, wie im Original, Captain America - The Winter Soldier. Einmal davon abgesehen, dass ich keine Ahnung hab, wie die Filmpolitik hierzulande abläuft und welche Rechte es bezüglich Filmtitel gibt, denke ich, dass man den neuen Titel unter anderem dadurch erklären kann, dass der Winter Soldier im Film zwar ein wichtiger Bestandteil ist und auch ein ernstzunehmender Gegner, aber er trägt irgendwie nicht die leitende Rolle in dem Film, er ist nicht die Hauptbedrohnung. Für deutsche Zuschauer, die sich mit dem original Marvel-Comic nicht auskennen ist der Titel daher vielleicht nicht nachvollziehbar. Ich lasse es mit der Rezension jetzt aber lieber bleiben, da ich nicht zu viel verraten möchte...

Fazit

Bei Captain America II - The Return of the First Avenger handelt es sich um einen spannenden, actionreichen und gut durchdachten weiteren Teil im Marvel-Universum, der einige Fragen beantwortet und neue aufwirft. Dass man auch mal die Schattenseiten von S.H.I.E.L.D. kennen lernt fand ich sehr gut umgesetzt. Die Stimmung im Film war mir aber etwas zu düster, ebenso waren viele "Geheimnisse" schon sehr schnell durchschaubar, sodass es wenige Überraschungen gab. Diese wenigen Überraschungen waren dann aber sehr gut. Ich vergebe dem Film abschließend sehr gute




Kommentare:

  1. Haaaaaaaach <3 xD
    Ich hoffe ja, dass ich es morgen endlich in den Film schaffe (sofern ich wegen meines Hustens nicht rausgeschmissen werd :D)
    Ich bin ja absolut nicht der Action-Film-Fan, aaaaber ich fand Captain America I doch erstaunlich unterhaltsam. Das liegt vielleicht daran, dass Marvel es schafft, sehr witzige Dialoge einzubauen und dass die Action nicht nur sinnloses Geballer ist, sondern Niveau hat. Trotzdem mag ich das Filmgenre nicht so sehr. (Avengers konnte ich bisher leider nicht schauen... die DVD für einen Film, in dem mich nur eine Person interessiert, ist mir zu teuer xD)
    Es freut mich aber sehr, dass du den Film toll fandest und ich bin sehr gespannt darauf, ob mich neben Chris Evans noch mehr begeistern kann, haha :D

    Danke für deine Meinung!

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Hallo Lyrica,
      haha ich habe das ja immer bei Chris Hemsworth- und Orlando Bloom-Filmen, dass ich mich beherrschen muss, im Kino nicht zu viel zu Husten :D
      Ich würde mich freuen, wenn dir der Film gefallen sollte. Ich denke, er ist sehr kritisch, wie sein Vorgänger, und ist dadurch nicht nur ein Hau Drauf Action Film.
      Hach, Avengers ist toll ♥ Ich liebe die Marvel Filme einfach :) Aber hey, man kann ja nicht jedes Genre mögen, oder ;)
      Ich bin mir sicher, Chris Evans wird dich noch mehr begeistern können :D

      Bitte bitte :)

      Liebe Grüße, KQ

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    2. Ich setze ja auf die frühe Nachmittagsvorstellung nächste Woche, bei der vernünftige Schüler und Berufstätige hoffentlich ihren Pflichten nachgehen^^
      Wenn du sagst, dass er ähnlich kritisch ist, wie Teil I, stehen die Chancen ganz gut, dass er mir auch gefallen kann :) Ich werde auf jeden Fall berichten! (und bin jetzt hibbelig, weil ich mich freue, hihi :D)

      Liebe Grüße,
      Lyrica

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  2. Chris Evans *schmacht* *_*
    Ich habe den ersten Film geliebt und schäme mich, dass ich Nr. 2 noch nicht gesehen habe, allerdings befürchte ich, dass ich es auch nicht mehr ins Kino schaffen werden [einfach keine Zeit. Und selbst wenn kenne ich niemanden, der den Film mit mir schauen würde *seufz*].
    Ich denke nach den Avengers werden sich die Einzelfilme schwer tun an diesen Erfolg anzuknöpfen. Egal ob Captain Amerika oder Iron Man. Oder irre ich mich da? Aber die Gesamtdynamik aus den Avengern und der Witz, der entsteht, eben weil alle auf einem Haufen sind, fehlt eben größtenteils bei den anderen Filmen. Ich hoffe deshalb, dass der zweite Avengers-Teil nächstes Jahr wirklich perfekt wird.

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    1. Hallo :)
      es scheinen ja wirklich alle für Chris Evans zu schmachten :D Aber der ist schon nett anzuschauen :D ♥
      Ich bin erstaunt, aber mir haben die Einzelfilme nach The Avengers allesamt gut gefallen (Iron Man III, Thor II und jetzt Captain America II). Aber ja, es kann sein, dass die breite Masse nicht so leicht zufriedenzustellen ist wie ich. Aber ich bin bei Filmen eh immer schnell begeistert :D
      Ja, ein bisschen fehlt die Gruppe in den Einzelfilmen, aber daher ist es eigentlich immer schön, dass wenigstens ein paar bekannte Gesichter dann doch immer wieder auftauchen :) Die sorgen für die besonderen Momente.
      Oh und wie ich das hoffe, dass The Avengers II - The Age of Ultron gut wird!!! *_* Ich freue mich wahnsinnig drauf!
      Liebe Grüße, KQ

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    2. Er ist wirklich ein echter Augenschmaus ^^ Besonders in einer hautengen Uniform :D
      Den zweiten Thor-Teil fand ich auch gut, aber die Avengers war einfach eine ganz andere Liga. Schlussendlich fokussiert der Film halt eben hauptsächlich nur auf Thor, was ihn zwar actionreich und spannend macht, aber eben nicht sonderlich witzig. Dabei ist das Potenzial ja durchaus da, denn sobald Thor mit Loki zusammen war oder mit seinen Freunden in Asgard fand ich die Situationen oft zum Schreien. Aber es waren halt nur wenige.
      Vielleicht bin ich bei den anderen Einzelfilmen aber auch nur so pingelig, weil meine Lieblingscharas keine aktuellen haben xx" Hulk *schnief* Hawkeye... *seufz*

      Es ist noch soooo lange hin bis zum zweiten Avengers-Teil *wein*
      Die sollen sich mal sputen *hibbel*

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