Montag, 8. April 2013

Meine Problematik mit den Bewertungen

Hallo Leute,
wer meinen Blog schon länger verfolgt und meine Rezensionen regelmäßig liest, dem ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich Bücher fast nur äußerst positiv bewerte. Ich habe mir in den letzen Tagen Gedanken darüber gemacht, ob ich vielleicht einfach zu nett, zu leicht zu begeistern bin oder zu niedrige Anforderungen an die Lektüre stelle, wodurch sie mich ja nur positiv überraschen kann. Oder ob es an etwas ganz anderem liegt.

Besonders aufgefallen ist mir das bei den Rezensionen zu BEASTLY von Alex Flinn, DAS UNENDLICHE LICHT von Thomas Finn und MEISTER DER STIMMEN von Rachel Aaron. Ersteres habe ich mit voller Punktzahl bewertet, die anderen beiden "nur" mit vier Punkten, obwohl sie mir mindestens genau so gut gefallen haben. Warum habe ich die beiden Bücher nun schlechter bewertet? Oder das eine besser als die anderen? 



Mit meiner Schwester habe ich gestern eine Unterhaltung darüber geführt und habe ihr mein Problem dargelegt, dass ich es meist sehr schwierig finde Bücher zu bewerten, beziehungsweise den Vergleich zu anderen Büchern zu ziehen.  
Der größte offensichtliche Unterschied zwischen den drei Büchern ist das Genre. Während Das Unendliche Licht und Meister der Stimmen ganz klar dem Genre Fantasy zuzuordnen sind, gehört Beastly in die Young-Adult Riege mit Urban Romantasy Elementen und einem Hauch Contemporary. 

Da ich ein großer Fantasy-Fan - und nebenbei auch wieder im Fantasy-Fieber - bin, stelle ich an solche Bücher natürlich einen recht hohen Anspruch. So konnten mich die beiden besagten Bücher zwar begeistern und überzeugen, aber im Vergleich zu manch anderen Romanen dieses Genres fehlte ihnen streng genommen das gewisse Etwas.
Beastly konnte mich in dem Moment, in dem ich es gelesen habe, komplett begeistern und unterhalten. Da ich aber noch nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten habe, beziehungsweise das Genre nicht so intensiv lese, konnte es mich noch positiv überraschen und daher einen Maßstab legen.

Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich scheinbar unbewusst genreabhängig bewertet habe, obwohl ich nur ein Bewertungssystem benutze. Wie ich dieses Problem lösen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Wie geht ihr mit dem Problem um oder seht ihr das gar nicht so eng wie ich? Sollte ich eine genreabhängige Bewertung einführen oder ist das übertrieben? 

Ich habe nämlich die Befürchtung manchen Büchern unrecht zu tun - sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Beastly war nicht besser als Das Unendliche Licht, hatte aber durch fehlende Vergleichsmöglichkeiten eine bessere Chance auf gute Bewertung.

Meine Schwester merkte vor Kurzem an, dass ich sehr selten Bücher mit weniger als vier Sternen bewerte und sie ganz gerne mal wieder einen Verriss von mir lesen würde. Daraufhin ist mir bewusst geworden, dass ich meinen Geschmack anscheinend recht gut und treffend einschätzen kann und mir dadurch selten schlechte Bücher über den Weg laufen (außer Eragon^^). Da muss meine Schwester wohl noch eine Weile auf den nächsten Verriss warten. Außerdem ist mir aufgefallen, dass auf vielen Blogs Drei-Sterne-Rezensionen noch als ziemlich positiv zu erachten sind, während in meinen Augen drei Sterne schon eine recht schlechte Bewertung sind. Und die meisten Bücher gefallen mir dann, trotz Mängel, doch so gut, dass ich ihnen einfach mehr als drei Sterne geben muss. Manchmal bringe ich es auch einfach nicht über's Herz, ein Buch schlecht zu bewerten.

Wie streng bewertet ihr nach Punkten? Gebt ihr eher selten fünf Sterne, also nur, wenn das Buch ein absolutes Lieblingsbuch ist? Versteht ihr meine Problematik? :D

Kommentare:

  1. Hey,

    ich denke ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst.
    Bei mir geht es auch so, dass ich Bücher hauptsächlich nach Genre bewerte. Verständlich ein Buch aus der Zeitgenössischen Lektüre, kann ich nicht mit einem Fantasybuch vergleichen, weil die Erwartungen und Ansprüche verteilt sind.
    So ist es dann so, dass Bücher aus verschiedenen Genres zwar die gleiche Punktzahl haben, mir das eine dann aber doch besser gefallen hat als das andere.

    Das hat mich eine weile auch immer gestört. Ich bewerte einige Fantasy/dystopien aus dem Jugendbuch bereich mit 5 Sternen, Fakt ist aber auch, dass keines dieser Bücher mich so begeistert hat wie die Bücher aus der Zeitgenössischen Literatur, die ich ebenfalls mit 5 Sternen bewertet habe..

    Von daher erscheint es mir in gewisser weise auch unfair. Aber die bewertung gebe ich nach meinem empfinden ab, und ich habe einfach für mich gelernt, nicht mit büchern aus anderen genres zu vergleichen. Schwer zu erklären.
    Aber für mich heißt es dann auch, dass 5 Sterne nicht gleich 5 Sterne sind, dies dem Leser erkenntlich zumachen, versuche ich dann durch meine Begeisterung in der Rezension, die sollte zwangsläufig größer ausfallen bei einem Buch, das es zu meinem Lieblingsbüchern geschafft hat. :D

    Aber was das bewerten betrifft, so vergebe ich auch ungern weniger als 3 Sterne und finde das schon immer ein wenig zu schlecht, die meisten haben bei mir auch vier, schätze ich. :D

    Ganz selten habe ich zwei vergeben, dann war ich aber auch maßlos enttäsucht, die ein Sterne Bewertung habe ich komplett für mich gestrichen, denn, das hat meiner Meinung nach kein Buch verdient. :)

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    1. Hallo Svenja,

      ich habe mir auch schon gedacht, dass vermutlich einige dieses Problem kennen und sich selber schon mal Gedanken deswegen gemacht haben. Ich musste es nur jetzt mal textlich loswerden, da es mir nun besonders aufgefallen ist.

      Ich denke, dass diese Problematik sich vermutlich kaum vermeiden lässt, es sei denn, man führt eine bewusste Genre-Bewertung ein. Was sicherlich eine Idee wäre, aber man macht es sich als Rezensent ja auch schwieriger.

      Du hast vermutlich recht und man muss es einfach so hinnehmen und sollte sich keinen Kopf drum machen. Meistens mache ich ja ein besonders gutes Buch mit der Bemerkung "Highlight" deutlich. Aber ich bin froh, dass es auch anderen so geht und sie Bücher ungern schlecht bewerten und fast nur vier Sterne vergeben :D Ich hatte schon die Befürchtung, dass es manch ein Leser langweilig finden könnte^^

      An meiner Bewertungs-Liste (Sidebar) sieht man ja auch, dass ich bisher nur vier Bücher mit weniger als drei Sternen bewertet habe. Bei über sechzig Rezensionen ist das natürlich auffällig :D Einem Buch habe ich aber schon mal null Sterne verliehen, weil es mich abgrundtief enttäuscht und geärgert hat. Da bin ich dann wiederum gnadenlos ;)

      Liebe Grüße, KQ

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  2. Ich verstehe dein Problem sehr gut! Ich selber denke oft an letztes Jahr zurück, wo ich auch mit vielen guten Bewertungen um mich geworfen habe. Es ist auch oft sehr schwer, zwischen 4 Sternen und 4 Sterne zu unterscheiden! Das Problem habe ich am meisten. Ich fand ein Buch dann echt super, aber im Vergleich zu nem anderen dann wieder nicht so gut...4 Sterne ist auch schon meine Standart Bewertung und wenn ich dann mal ein Buch finde, was ich besser finde, "muss" das dann ja 5 bekommen xD

    Zwischen Wertungen zu unterscheiden ist einfach....arg! SO SCHWER xD Ich versuche mir immer vor Augen zu halten, wofür die Sterne stehen. 3 = ich mochte es, 4 = Awsome und das ist schon ein Unterschied. 3 Sterne ist auch eine echt gute Bewertung, aber viele sehen das gar nicht so, oder? Ich hab bei meinem Blog ja auch ein 10 Punkte System, um noch mal differenzieren zu können...

    Meine Lösung ist jedenfalls, alles immer aus dem ersten Gefühl nachdem Lesen heraus zu entscheiden, wenn ich dann eine Rezi schreibe und merke war schlechter/besser ändere ich das noch. Kommt aber eher selten vor.

    Am schwierigsten finde ich es, wenn man ein Buch schlecht fand und nicht genau sagen kann, warum das so ist, wenn man da schlecht bewertet, wird man so schief angesehen xD

    Oje :D Fazit: Bücher bewerten wird niemals leicht und immer subjektiv sein xD

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    1. Hallo Tanja,
      tatsächlich werfe ich wirklich mit guten Bewertungen um mich. Bei genau siebzig Rezensionen haben 59 Bücher von mir mindestens vier Sterne bekommen. Ich gestehe auch, dass ich leicht volle Punktzahl gebe und da nicht nach "absoluten Lieblingsbüchern" gehe. Du hast auch recht, dass vier Sterne und vier Sterne wirklich ein gewaltiger Unterschied sind. Manch ein Buch ist für drei Sterne zu gut aber schlechter als viele andere Bücher, die ich mit vier Sternen bewertet habe. Da helfen auch irgendwelche Kriterien nicht :D

      Für mich sind drei Sterne eher so: Konnte man ganz gut lesen, hatte aber doch sehr viele Mängel, die mich gestört haben. Vier Sterne sind dann: War ein super Buch und hat nur kleine Fehler. Ich sehe drei Sterne daher nicht mehr ganz so gut wie viele andere Leser und Rezensenten.

      Das ich ein Buch während einer Rezension besser oder schlechter bewerte, als ursprünglich geplant, ist mir schon ein paar mal passiert. Jüngst bei Mysteria - Das Tor des Feuers von Peter Freund.

      Deine zehn-Punke-Wertung ist sicherlich hilfreich. Aber für mich selber komme ich nicht mit ihr zurecht :D Ist ja auch eigentlich ganz gut, dass eine Bewertung immer subjektiv ist, aber ich bin immer wieder erstaunt, wie schlecht man sich selber einschätzen kann.

      Liebe Grüße, KQ

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  3. Ich kann dich nur zu gut verstehen und um zwischen gut und noch guter zu entscheiden, habe ich 7 Bewertungsstufen und noch 4 Zwischenstufen darin.
    3 Sterne sind bei mir durchschnittlich, also das Buch unterhält, hebt sich aber nicht ab.
    Ich finde einen Blog jetzt aber nicht schlecht, wenn er lauter 5 Sterne Rezis hat, dass zeigt ja nur davon, dass der Blogautor seinen Geschmack gut einschätzen kann.
    1 Smiley Rezension habe ich bis jetzt nur einmal vergeben unzwar an Sixteen Moons. 1,5 Smileys Rezensionen gibt es schon ein paar mal und 2 Smileys Rezensionen gibt es auch bei mir.
    Ich bewerte Bücher immer nach meinem Bauchgefühl, auch wenn es anderen Büchern gegenüber unfair ist, dass hat auch immer etwas mit Erwartungen an das Buch zu tun.
    Habe ich an einem Buch sehr hohe Erwartungen, die das Buch aber nicht erfüllen kann, obwohl das Buch gut ist, sinkt die Bewertung natürlich auch.

    LG May

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    1. Hallo May,

      oha, direkt sieben Bewertungsstufen? Ich hatte zuerst auch überlegt, ob ich mehr Bewertungsstufen einführen soll. Aber ich habe mit den fünfen (bzw. sechs, da ich "0 Sterne" auch noch habe) schon manchmal überfordert :D

      Meinen Geschmack scheine ich jedenfalls ganz gut einschätzen zu können, denn immerhin habe ich fast nur positive Bewertungen auf meinem Blog^^ Aber die Bücher haben mir wirklich gut gefallen, wobei ich das ein oder andere Buch, das ich zu Bloganfängen rezensiert habe, heute anders bewerten würde als vor einem Jahr.

      Ich denke auch, dass mein Bauchgefühl am meisten zu Sagen hat bei meinen Bewertungen. Manchmal denke ich: "eigentlich müsstest du das Buch schlechter bewerten, da XYZ" aber mein Bauch findet, dass das Buch die vier oder fünf Sterne verdient hat^^

      Liebe Grüße, KQ

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  4. Endlich spricht mir mal jemand aus der Seele. :)
    Ich habe auch immer ein fürchterliches Problem mit den Bewertungen. Während andere immerzu kritisch sind, verteile ich fast ausschließlich 4 oder 5 Punkte. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, bekommt es eigentlich nur 3 Punkte. Mir gefallen zum Einen so viele Bücher gut und zum anderen kann (!) ich Bücher eigentlich nicht schlecht bewerten.
    Meine Problemkinder sind im Moment "Touched - Der Preis der Unsterblichkeit" und "Touched - Die Schatten der Vergangenheit". Ich habe sie beide rezensiert und jeweils 4 Punkte vergeben. Aber ständig denke ich darüber nach, ob das nicht vielleicht zu großzügig von mir war, weil mir die Bücher beim Lesen ein bisschen auf den Keks gingen ...
    Tja, ein richtiger Tipp war das für dich jetzt natürlich nicht, weil ich dir eigentlich nur diesselben Probleme vorgejammert habe, aber schön, dass das Thema mal jemand angesprochen hat und ich nicht die Einzige damit bin :D

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    1. Hallo Laura,

      ja, meinem Ärger musste ich einfach mal Luft machen ;) Mir ist auch aufgefallen, dass einige Bücher immerzu eher negativ bewerten und wirklich selten mehr als drei Sterne verteilen. Also sollten Bücher lieber von Leuten wie uns gelesen werden :D Zumindest kommen sie dann besser weg. Aber die anderen Leser trennen dann viel deutlicher "Gutes Buch" (drei bis vier Sterne) und "Lieblingsbuch" (fünf Sterne), was ich ja nicht mache.

      So geht es mir auch manchmal bei Büchern, dass ich ihnen viele Sterne gebe, beim Lesen aber eigentlich nicht soo zufrieden war, dass meine Bewertung gerechtfertigt wäre. Das gibt es aber auch noch andersrum, dass ich beim Lesen absolut begeistert war, aber dennoch, aus welchem Grund auch immer, nicht die volle Punktzahl geben kann und möchte. Ist mir meistens selber nicht so klar.

      Wir sind mit dem Problem auf jeden Fall nicht alleine ;)

      Liebe Grüße, KQ

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  5. Hallo liebe Kaugummiequeen,

    die Frage habe ich mir auch schon wahnsinnig oft gestellt. Bewerte ich gerecht?

    Ich gehe da mit einem ganz einfachen Prinzip ran: Hat es mich wirklich richtig begeistert, habe ich mitgefiebert oder habe ich mir insgeheim etwas mehr gewünscht? Wenn ich nicht restlos begeistert war, gibt es nicht die volle Punktzahl. Allerdings kommt es vor, dass bei Büchern, wo das Genre eigentlich nicht so meins ist, ich viele Sterne vergebe. Aber nur, wenn ich gut unterhalten wurde. Lesen soll doch schließlich Spaß machen.

    Außerdem ist es immer wieder schön, Bücher zu lesen, von denen Freunden dir abraten. Versuch es mal. Manchmal könnte es passieren, dass sie dir gefallen. Natürlich könntest du auch deiner Schwester einen Gefallen tun und das Buch komplett zerreißen :)

    Viele Grüße
    Enni

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    1. Hallo Enni,

      ja, lesen soll auf jeden Fall mehr Spaß machen als es Stress verursacht, nur weil man nicht weiß, wie man bewerten soll! Aber dennoch finde ich meine Bewertungen ungerechtfertigt oder unlogisch. Aber mir geht es dann auch so wie dir, dass ich ein Buch aus einem mir unbekannten Genre gut bewerte, weil ich es für den Moment super fand.

      Ich denke, dass Bewertungen oft Tagesabhängig sind. Wenn ein Buch meine momentane Stimmung wiederspiegelt, dann kann es mich natürlich mehr unterhalten als eins, das im absoluten Gegensatz zu meiner Situation steht. Es sei denn, ich brauche etwas Fröhliches zum Aufmuntern^^

      Einen Zerriss sollte ich unbedingt mal schreiben, aber dafür sind die Bücher, die ich lese, einfach zu gut. Aber deinen Tipp beherzige ich mal und leihe mir ein Buch aus, von dem mir ausdrücklich abgeraten wurde. Wobei ich es auch nicht mag, Rezensionen zu lesen, in denen der Rezensent von vornherein ausgeschlossen hat, dass das Buch ihm gefallen könnte. In meinen Augen geht es dann nur ums Motzen. Sowas liest man leider auch viel zu oft auf Amazon.

      Liebe Grüße, KQ

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  6. Ich finde, es ist ganz normal, dass man Bücher aus einem Genre, das einem besonders liegt oder in dem man sich besonders gut auskennt, anders bzw. kritischer bewertet als Bücher aus anderen Genres. Wenn man sich dessen aber bewusst ist und dies zum Beispiel in seinen Rezensionen reflektiert, habe ich als Leser damit kein Problem.
    Ich kenne mich fachlich zum Beispiel sehr gut bei Krimis aus. Mich dazu überraschen oder zu begeistern ist schwer. Das gebe ich aber auch ehrlich zu. Eine Rezension und Bewertung ist und soll ja immer subjektiv sein. Vergleiche von Büchern unterschiedlicher Genres führen einen da nicht viel weiter.
    Und es spricht doch absolut für dich, wenn du deinen GEschmack so gut kennst, dass du immer wieder zu für dich guten bis sehr guten Büchern greifst!

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    1. Hallo Melissa,

      wenn ich Bücher aus einem mir untypischen Genre rezensiere, versuche ich immer deutlich zu machen, warum es jetzt so gut bei mir ankam. Oder bei meinen Lieblingsgenres, warum das Buch jene Erwartungen nicht erfüllt hat. Schwierig ist es aber trotzdem.
      Danke, ich denke auch, dass ich es grundsätzlich positiv sehen kann, dass ich recht sicher zu Büchern greife, die mir dann gefallen. Wobei ich wahrscheinlich auch wirklich einfach zu begeistern bin^^

      Liebe Grüße, KQ

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  7. Hm, also ich bewerte eher jedes Buch für sich. Wenn man anfängt zu vergleichen wird es immer schwer. Letztendlich sind meine Sterne ja auch nur eine grobe Voreinschätzung - quasi. Immerhin schreibe ich noch ein paar Worte dazu ;-) und daraus ergibt sich dann, warum die Bewertung so ausfällt und unter Umständen zeigen sich auch Tendenzen. Zum Beispiel ob ein Buch mit vier Sternen knapp oder deutlich an den 5 vorbei ist.

    Ich gebe öfter 5 Sterne und zwar immer, wenn mich ein Buch überzeugt hat - entweder vollständig oder mit nur ganz kleinen Macken. Muss aber dann noch kein Lieblingsbuch sein. Ich denke da gibt es bei mir auch keinen Unterschied nach Genre. War ein Buch wirklich gut, gibt es 5 Sterne. Allerdings gebe ich auch relativ schnell mal nur 2 Sterne, wenn mir ein Buch nicht gefallen hat. Ein Stern ist schon "schwerer" zu erreichen, aber wenn ich nicht auch die und die 2 und 3 Sterne verwenden würde, finde ich, dass das Bewertungssystem dann irgendwann seinen Sinn verliert.

    LG

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    1. Vielleicht noch so eine Idee. Hast du es mal mit einer Art Checkliste versucht? Such die ein paar Kriterien, die die bei Büchern wichtig sind. Schreibstil, Charaktere, Handlung, Idee, Spannung...keine Ahnung. Und die musst du ja gar nicht unbedingt bewerten, sondern machst einfach nur "+" für alles gut, "-" dafür, wenn du bei dem Punkt was zu kritisieren hattest. Und dann schaust du am Ende: Alles "+" - 5 Sterne. Nicht alles, aber das meiste "+": 4 Sterne. 50:50 3 Sterne. "-" überwiegt: 2Sterne...und meinetwegen einen Stern Toleranz für das Bauchgefühl und den Gesamteindruck ;-). Manche bewerten ja auch solche einzelnen Punkte mit Sternen, aber da würde das Problem wieder von vorne losgehen.

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    2. Hallo Sarah,

      vielen Dank für deine ausführliche Antwort und vor allem für den Ratschlag.

      Meistens schreibe ich auch in eine Rezension, dass ein Buch noch knapp vier Sterne bekommen hat, oder eben vier Sterne mit starker Tendenz nach oben. So kann man es auf jeden Fall ein wenig differenzieren, bzw. erläutern.

      Dass das Bewertungssystem seinen Sinn verliert, wenn man nur positiv bewertet, bringt mein Problem genau auf den Punkt. Da hast du völlig Recht. Ich habe nämlich das Gefühl, dass mein Bewertungssystem irrelevant ist, da ich eh nur positiv bewerte. Eine vertrackte Zwickmühle ist das^^

      Deinen Vorschlag sehe ich auch auf anderen Blogs, vielleicht sollte ich zumindest für mich Privat solch eine Kriterienliste einführen. Das könnte mir schon helfen.

      Liebe Grüße, KQ

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  8. 5 Sterne gibt es bei mir ganz selten, da muss mich das buch total überzeugen. Ich habe aber in letzter zeit auch schon öfter darüber nachgedacht, denn mir ist aufgefallen, dass mich z. Bsp. manche Bücher, denen ich keine 5 Sterne gegeben haben, noch lange berührt haben oder mir im Kopf geblieben sind und die ich nun nach einigen Monaten deutlich besser bewerten würde! Umgekehrt ist das aber auch der Fall! So ist die Bewertung doch oft eine momentane Beweisaufnahme und manchmal sagt man doch dann etwas aus, was man gar nicht so meint. Bei mir ist auch ein 3 Sterne Buch nicht schlecht, aber halt nur Durchschnitt mit Anmerkung "Kann man, muss man aber nicht lesen". Wie gesagt ist es oft wirklich sehr schwer ein Buch zu bewerten und wenn dir eine tolle Lösung dazu einfällt...nur her damit ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Hallo Martina,

      das finde ich sehr bewundernswert, dass du Bücher nur mit fünf Sternen bewertest, wenn es ein Lieblingsbuch ist. Vielleicht bin ich dann nicht sehr authentisch, aber ich werfe mit vier und fünf Sternen um mich wie mit Kamelle an Karneval :D

      Mir geht es aber auch so, dass ich im Nachhinein noch denke, dass das Buch doch schlechter/besser war, weil mich manche Sachen selbst Tage später noch ärgern/freuen.

      Ich bin jedenfalls eifrig dabei, zu überlegen, wie ich mein Problem beheben kann. Und wenn mir eine Lösung einfällt, teile ich sie euch natürlich gerne mit ;)

      Liebe Grüße, KQ

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  9. Ich kenne das Problem genau! Ich frage mich so oft, ob ich "zu nett" bewerte, da sehr viele Bücher bei mir 4-5 Punkte erhalten.
    Allerdings ziehe ich bei der Bewertung eines Buches keine großen Vergleiche, sondern bewerte danach, wie viel Spaß mir das Buch bereitet hat. Wenn es gut geschrieben ist und die Story gut ist, macht das Lesen ja eigentlich schon automatisch Spaß. Ich weiß nicht, ob das "unprofessionell" ist, aber mir persönlich kommt es darauf an, wie gut mich ein Buch unterhält.
    Sehr gute Unterhaltung? 5 Punkte. Eher mittelmäßige Unterhaltung? 3 Punkte. :)


    PS: So wie ich das heraus lese, konntest du mit Eragon nicht so viel anfangen. Mir hats auch leider gar nicht gefallen...

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    1. Ich sehe das ganz genau so wie Pia :)
      Und ich denke nicht, dass es unprofessionell ist, denn Bücher sollen ja irgendwie unterhalten.

      PS: Eragon fand ich auch nicht so doll :D

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    2. Hallo Pia, hallo Svenja,

      mir geht es dann grundsätzlich so wie euch, wobei ich die Genre-Vergleiche irgendwie nicht unterbinden kann. Ich denke, dass dann meine Erwartungen und Anforderungen doch zu stark sind. Manchmal vergesse ich auch, dass lesen einfach nur Spaß machen sollte und nicht mehr. Aber mit einem Buchblog oder als Rezensent hat man immer noch die Bewertung beim Lesen im Hinterkopf...

      Liebe Grüße, KQ

      P.S.: Eragon ist eine der schlechtesten Buchreihen, die ich je gelesen habe. Meiner Meinung nach^^

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  10. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass ich viel zu nett bin und zu positiv bewerte. Aber vielleicht hast du Recht und man kann sein Genre ziemlich gut einschätzen und was einem so gefallen würde.
    Aber natürlich will man die Bücher auch immer nicht so schlecht bewerten, da es ja eine Gewisse Kränkung für den Autor ist. Die Idee finde ich aber gut, dass du das nach Genre rezensieren willst.:D

    LG
    Lynn

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    1. Hallo Lynn,

      naja, nett zu sein ist auf jeden Fall einfacher, da man sich weniger über doofe Bücher ärgern muss ;)
      Ich weiß jedenfalls, welche Genre mir gar nicht zusagen und um die mache ich auch einen großen Bogen, es sei denn, dass der Klappentext mich total überzeugen kann, was eher selten passiert.
      Bei meinen wenigen schlechten Bewertungen denke ich im ersten Moment auch immer an den Autor, aber dann waren das jeweils so schlechte Bücher, die mich so geärgert haben, dass ich regelrecht sauer auf den Autor war. Da musste der Stunk einfach raus ;)

      Liebe Grüße, KQ

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  11. Hej,
    Oh wie ich dieses Problem kenne.
    Ich habe auch immer das Gefühl, dass ich unglaublich schnell zu begeistern bin und vielleicht habe ich auch einfach Glück mit den Büchern, die ich lese.
    aber auch ich schaue eher danach, ob mich das Buch unterhalten konnte. Charaktere und Schreibstil spielen zwar auch eine relativ große Rolle, aber ich habe eigentlich wenig Bücher dabei, die weniger Sterne als 3 bekommen.
    Ich fühle mich immer etwas schrecklich, wenn ich einem Buch wenige Sterne gebe und deshalb läuft es meist auf die 3 Sterne-Variante hinaus. Ich belüge mich dann vielleicht auch immer ein bisschen selbst, das weiß ich nicht genau.

    Naja, ich denke aber das es trotz allem legitim ist, Bücher gut zu bewerten. Immerhin sind ja auch wirklich viele gute Bücher auf dem Markt und wieso diese zerreißen oder schlecht bewerten, wenn sie doch eine solide und gute Konzeption haben und durchaus unterhaltend sind?

    Liebe Grüße
    Jojo

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    1. Hallo Jojo,

      ja, dann können wir halt wahrscheinlich einfach Bücher gut einschätzen und greifen instinktiv zu denen, die uns gefallen könnten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel ;)

      Den Schreibstil bewerte ich eigentlich nur, wenn er mir besonders aufgefallen ist. Egal ob positiv oder negativ. Ansonsten gibt es in meinen Augen auch wichtigere Kriterien.

      Oh, ich weiß bei mir genau, dass ich mich oft beim Rezensieren belüge ;D

      Liebe Grüße, KQ

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  12. Also ich vergleiche Bücher nur selten miteinander (außer Reihenteile) und bewerte ganz nach Gefühl. Manchmal kommen mir die Bedenken erst nach dem Lesen und obwohl mir das Buch ganz gut gefallen hat bekommt es eine schlechte Bewertung, weil mir beim Schreiben der Rezensionen Dinge auffallen, die ich während des Lesens gar nicht bemerkte. Kommt aber auch eher selten vor. Manchmal habe ich auch das Gefühl, Bücher ungerecht zu bewerten, weil mir doch Buch x besser gefiel als Buch y und trotzdem die gleiche Bewertung haben. Aber wie gesagt, ich bewerte nach meinem Gefühl und manchmal sind Gefühle trügerisch ;)

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    1. Hallo Sandrina,

      hach, wenn ich das alles auch nur so objektiv sehen könnte ;) Aber ich kenne es, dass ich nachdem ich mit einem Buch fertig bin und die Rezension schreibe, erst merke, wie schlecht/gut es doch war und ändere dann nochmal meine Bewertung. Ab und zu kommt halt eben auch das vor.

      Ich glaube, ich habe so manches Buch ungerecht bewertet :(

      Liebe Grüße, KQ

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  13. Hach ja, mit Bewertungen habe ich auch immer so meine Probleme, allerdings eher nicht genreabhängig, so wie du.
    Bei mir zieht sich das durch alle Genres ^^.

    Ich lese ein Buch und es "fühlt sich nach einem Vier-Sterne-Buch an". Wenn ich es aber mit anderen Büchern, denen ich vier Sterne gegeben habe, vergleiche, sage ich mir: "Du kannst das doch nicht genauso bewerten, das war doch in dem und dem Punkt viel besser!" und schon ist die Verwirrung perfekt.
    Der Punkt ist, dass ich oft einfach nach Gefühl bewerte und ich finde, das ist bei Buchblogs auch völlig okay. Wir haben nun mal kein vorgegebens Schema, bei dem man für jeden Punkt (z.B. "Charaktere" und "Idee") spezielle Punkte gibt und dann den Durchschnitt ausrechnet. Lesen hat nun mal viel mit Gefühl zu tun und wenn ein Buch einfach Spaß macht, ist es auch egal, wenn die Handlung mal nicht die originellste ist.

    Dass du selten ein schlechtes Buch liest, ist doch super für dich ;). Ich glaube nicht, dass du "zu nett" bei den Bewertungen bist. Wenn dir ein Buch wirklicht nicht gefällt, sagst du es ja auch. Ich sag nur: "Die Besessene" xD
    Außerdem kann es auch richtig Spaß machen, einen Verriss zu schreiben ;D

    Was die drei Sterne angeht, bin ich zwiegespalten. Ich gebe oft drei Sterne, selbst wenn ich das Buch in Ordnung fand, weil viele Bücher zwar für den Moment unterhaltsam sind, aber nicht lange im Gedächtnis bleiben. Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, sind drei Sterne Bücher also auch durchaus empfehlenswert.

    5 Punkte gebe ich übrigens nur äußerst selten, weil es sich meinen absoluten Lieblingsbüchern gegenüber nicht gut anfühlt, sie mit nicht ganz so tollen Büchern auf eine Stufe zu stellen. Daher gibt es auch oft 4,5 Sterne ;).

    Liebe Grüße und danke für diesen interessanten Post!
    Charlie =)

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  14. Hey =)
    Es sieht also so aus, als würde sich das jeder Blogger irgendwann mal fragen =)

    LG
    Anja

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Hallo lieber Leser,
ich freue mich, dass Du einen Kommentar schreiben möchtest. Ich freue mich über jeden - außer über Werbe- und Spamkommentare. Die werden unkommentiert wieder gelöscht. Möchtest Du, dass ich Deinen Blog besuche, kannst Du gerne Deine Blog-URL dalassen - aber bitte mit einem sinnvollen, kontextbezogenen Kommentar zu meinem Post. Danke :) Und vor allem Danke an meine eifrigen Kommentatoren :)