Montag, 13. Mai 2013

Rezension ~ Die Wächter von Astaria - Die flüsternde Stadt von Thomas Finn

Hallo Leute,
okay, jetzt bin ich wirklich aufgeschmissen. Natürlich konnte ich es nicht abwarten, den zweiten Teil von Die Wächter von Astaria zu lesen, nachdem mir der erste Band so GUT GEFALLEN HAT. Und jetzt habe ich den zweiten Band durch, der mit so ziemlich dem fiesesten Cliffhanger überhaupt endet und ich kann nicht weiterlesen, weil es den dritten Band einfach nicht zu kaufen gibt. Glücklicherweise haben meine Schwester, die mich bei meiner verzweifelten Suche unterstützt hat, und ich eine Bibliothek in einer Nachbarstadt gefunden, die das Buch im Katalog verzeichnet hat, sodass ich vermutlich am Mittwoch dahin düsen, mir einen Ausweis ausstellen lassen und das Buch mitnehmen und lesen werde.

!Achtung, hierbei handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Diese Rezension kann Spoiler zum vorherigen Band enthalten!

Inhalt

Nach dem schändlichen Verrat seines einstigen Herrn weiß Fabio nicht mehr, wem er vertrauen soll. Da er immer noch nur Knappe ist und kurz vor der Schwertleite steht, hat er sich von Celeste, die endlich ihre Ausbildung zur Sternenmystikerin beginnen muss, und den anderen getrennt, um beim Paladinorden Alarm zu schlagen und seine Ausbildung zu beenden. Doch schnell wird deutlich, dass auch der Paladinorden von Astronosanhängern infiltriert ist und vor allem die Sternenmystikerinnen in Gefahr sind. Zudem erobert das Goblinheer immer mehr Städte und als nächstes sind Firenze und Genova in Gefahr. Mit Hilfe einer kleinen List können Fabio, Celeste, die schrulligen venezianischen Gardisten Jacopo und Odilio, sowie Celestes Lehrherrin Denebola Firenze betreten, obwohl Sternenmystikerinnen und Paladine dort nicht gerne gesehen werden. Bei einem Turnier, das den Heerführer bestimmen soll, wird ein kostbarer Schild aus Meteoreisen als Preis ausgeschrieben und bald wird klar, dass die Anhänger von Astronos hinter dem Schild her sind. Fabio versucht alles, sie daran zu hintern. Doch als alle Hoffnungen schwinden und immer mehr Stellare als Sternschnuppen am Himmel sterben, erhalten Fabio und Celeste den Hinweis auf die Eiserne Bibliothek, die lange schon verschlossen ist, wo sie die nötigen Antworten finden könnten, um Astronos' erneute Machtergreifung zu verhindern...

Meine Meinung

Ja was soll ich sagen? Auch dieser Band ist, welch eine Überraschung, wirklich toll gewesen. Sogar wieder etwas toller als der Band davor. Hiermit ist es also amtlich: Thomas Finn gehört nun zu meinen Lieblingsautoren! 

Anfangs ist man zunächst verwirrt, da sich Fabio in einer merkwürdigen Situation befindet, die sich bald als Traum entpuppt. Wie schon im Band davor scheinen die Erzstellare eine Aufgabe für ihn zu haben und versuchen, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Aufgrund der Ereignisse im ersten Band mit seinem ehemaligen Lehrmeister Ludovico muss sich Fabio vielen Anfeindungen von den anderen Paladinen gegenüber stellen und auch seine Integrität ist gefährdet. Trotz allem wird er vom obersten Ordensbruder zum ausgebildeten Paladin geschlagen und wird ausgesandt, die Sternenmystikerinnen in Stella Tiberia, der Hauptstadt Astarias, zu besuchen.

In Stella Tiberia angekommen überschlagen sich die Ereignisse und Fabio muss sich bald eingestehen, dass er niemandem, außer seinen Freunden, trauen kann. Seine Unsicherheit kommt sehr gut zur Geltung und wie Fabio tappt man lange im Dunkeln, da man hinter jedem Charakter sofort einen Anhänger Astronos vermutet. So wirkt diese gefährliche Situation zwischen Angst, Zweifel und Unwissen sehr authentisch. 

Knapp die erste Hälfte des Buches begleitet der Leser nur Fabio, Celeste, Jacopo, Odilio und die Lehrherrin Denebola, die einen Keil zwischen Fabio und Celeste treiben will. Gleichzeitig wird die aufkeimende Liebe zwischen den beiden stärker und zärtlicher und ich hatte viel Freude daran, die gemeinsamen Szenen der beiden zu lesen, auch wenn Denebola gerne mal dazwischen ging. Fabio und Celeste machen erstaunliche, aber gleichzeitig auch glaubhafte Entwicklungen durch.Sie stehen für ihre Sache ein und haben ein großes Vertrauen in die Stellare Schöpfung und die Erzstellare, die Astronos vernichten will. Neben anderen altbekannten und neuen Charakteren tauchen auch einige aus dem ersten Band auf, die man für tot, oder zumindest für Verräter hielt, sodass man wieder einmal merkt, dass nicht alles schwarz/weiß ist und auch unsympathische Charaktere für die gleiche gute Sache stehen und kämpfen. Wie schon im ersten Band mochte ich Sylvana sehr gerne, auch wenn sie erst ab der zweiten Hälfte wirklich präsent war. Aber auch Jacopo und Odilio sind wirklich äußerst sympathische Figuren, die typischen "SIDEKICKS", die mich immer wieder mit ihren Sprüchen und Kabbeleien zum Lachen brachten.

Sehr interessant und gelungen fand ich die Idee mit dem Turnier. Da Fabio an dem Turnier auf Geheiß der Sternenmystikerinnen teilnehmen muss, erlebt man das Geschehen hautnah mit, so auch die Schwere und Enge der Rüstung, die Verletzungen, das eingeschränkte Sichtfeld, die Angst und auch den Blutrausch, in den Fabio verfällt. Doch hier ist nichts übertrieben grausam oder blutig, wobei auch nichts beschönigt wird. Insgesamt ist der Band, wie sein Vorgänger, durchweg spannend und an vielen Stellen wird gekämpft und auch getötet. Mehrmals kommen Fabio und seine Freunde nur knapp davon und müssen sich mit Kräften messen, die ihnen eigentlich viel zu überlegen sind. Die Gegner sind kein dummer Haufen, tatsächlich sind sie unseren Helden weit voraus und infiltrieren alles und jeden, sodass sie Fabio fast immer ein Schnippchen schlagen können. Doch auch ihm gelingt es mit Hilfe von Celeste, Sylvana und Meister Arcimboldo, den Anhängern Astronos immer wieder Steine in den Weg zu legen und sie zu behindern.

Auch hier rauscht der Leser zusammen mit Fabio von einer spannenden Szene in die nächste und wieder mal wurde dieser Band zu keiner Sekunde langweilig. Selbst in Szenen, in denen nur geredet wird, erfährt man so viele neue und wichtige Informationen, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Besonders neugierig bin ich auf den Astrologen, der schon im ersten Band vorkam und über den man nun einige entscheidende Informationen erfuhr, die sicherlich noch für einige wichtige Begebenheiten im nächsten Band sorgen werden. Über das Weltbild in Die Wächter von Astaria muss ich ja nicht mehr viel sagen, mir gefällt es und ich finde es sehr gelungen, auch wenn es sich natürlich der römischen und griechischen Mythologie bedient. Die Ausmaße der bevorstehenden Stellaren Krieges werden immer deutlicher und besonders gut hat mir die Idee mit den fallenden Stellaren und dessen Auswirkungen gefallen. Ich hatte zwar schon ein wenig früher die Vermutung, was das für die Sternenmystikerinnen bedeutet, und war sehr froh, als sich meine Vermutungen bestätigt haben. 

Das Ende ist auch hier wieder ein spannender Showdown, bei dem man um das Leben seiner liebgewonnenen Charaktere bangen muss und abermals zeigt sich, wer auf der richtigen und wer auf der falschen Seite steht. Immer mehr Sternenvampire tauchen auf und deren Entstehung ist mehr als grausam. Noch viel grausamer ist das Ende an sich, da es mit einem sehr gemeinen Cliffhanger endet, sodass ich unbedingt weiter lesen möchte.

Fazit

Der zweite Band von Die Wächter von Astaria hat mir noch ein bisschen besser als der erste gefallen. Die Charaktere bekommen noch mehr Tiefe und die Teilung zwischen Gut und Böse wird immer schwieriger. Langsam aber sicher werden die Ausmaße von Astronos' erneuter Machtergreifung deutlich, ebenso wie die Rolle, die Fabio und Celeste in dem großen Ganzen spielen. Unter anderem wegen des fiesen Cliffhangers kann ich es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen und vergebe dem zweiten wohlverdiente


Sonstige Infos
Autor: THOMAS FINN
Titel: Die flüsternde Stadt
Reihe: 2/3
Verlag: Ravensburger Buchverlag, gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 476
Preis: zur Zeit nur gebraucht zu bekommen



Dieses Buch habe ich im Rahmen der
gelesen.

Kommentare:

  1. Hachja, was ein wunderschöner zweiter Teil ._.

    Ich fand das Ende ja unglaublich gemein! Ich weiß gar nicht, wie du das Warten zwischen 2 und 3 ausgehalten hast, vor allem mit der Ungewissheit, ob du Band 3 überhaupt irgendwo bekommst. Das war schon sehr mutig von dir :D

    Die Entwicklung von Denebola fand ich ja total spannend und obwohl ich auch so meine Vermutungen hatte, hat mich doch Einiges immer wieder sehr überrascht. Genau wie bei dem Turnier.

    Eine echt schöne Rezension!

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Hallo Lyrica,
      ja auf jeden Fall. Oft erlebt man es ja, dass der Mittelteil ein richtiger Absacker ist, aber nicht hier.

      Ich wäre auch beinahe gestorben vor Aufregung, weil ich den dritten Band nicht zur Hand hatte bei diesem fiesen Cliffhanger. Aber meine Schwester und ich haben dann Stunden im Internet mit der Suche verbracht, bis wir eine Bücherei in unserer Nähe gefunden hatten, der das Buch im Katalog führte. Ich hätte lieber eine Ausgabe zum Kaufen gehabt, aber das war ja nicht möglich.

      Ja man hat in dem Buch eine gute Mischung aus Wendungen, die man ein bisschen erahnen konnte, aber ohne, dass man dann ein negatives Gefühl dabei hatte, und Wendungen, die völlig überraschend waren.

      Vielen lieben Dank :)

      Liebe Grüße, KQ

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    2. Sei bloß froh, dass das Buch zu der Zeit dann auch nicht gerade ausgeliehen war ._. ich wäre ja irre geworden vor Anspannung und Neugier x)

      Das Buch war echt wunderbar und absolut kein Strecker zum Finale hin. Hachja... ich bin immer noch traurig, dass es vorbei ist :(

      Liebe Grüße,
      Lyrica

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