Mittwoch, 26. März 2014

Kaugummiqueen empfiehlt... ~ Bücher mit männlichen Protagonisten

Hallo Leute,
seit meinem ERSTEN UND LETZTEN POST zu meiner neuen Reihe Kaugummiqueen empfiehlt... ist eine Woche vergangen, daher ist es nun Zeit für die zweite Folge. Ich freue mich, dass einige liebe Leser Interesse an meiner Idee gezeigt haben, weswegen ich die Reihe nun auch gerne weiter führe.

Bei Kaugummiqueen empfiehlt... stelle ich euch wöchentlich etwa fünf Bücher vor, die ich euch uneingeschränkt empfehlen kann und die ein bestimmtes, für jede Woche neu überlegtes Kriterium erfüllen müssen. Jedes Buch, das ich euch zeige, habe ich auch gelesen und im besten Falle habe ich auch eine Rezension auf dem Blog, die ich verlinken kann.

Diese Woche möchte ich euch gerne Bücher zeigen, in denen Jungs oder Männer die Hauptrolle spielen. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass mancher Leser von den ganzen super tollen starken und heißgeliebten Mädchen genervt ist. Dabei kann es auch ganz tolle männliche Protagonisten geben, die sympathisch, mutig, einfühlsam und einfach toll sind. Und Bücher mit solchen Protagonisten möchte ich euch gerne ans Herz legen.



Saeculum von Ursula Poznanski

Das erste Buch, was ich euch zeige, glänzt nicht nur durch einen sympathischen männlichen Protagonisten, sondern auch durch die überragende Story. Basti ist Medizinstudent und wird durch seine Kommilitonin Sandra, in die er verliebt ist, mit der Mittelalter-Szene und Rollenspielen vertraut gemacht. Ich mochte es erstmal schon sehr gerne, dass Basti erwachsen und kein pubertierender Knirps ist, der denkt, dass er die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Man merkt zwar zwischendurch, dass Basti kein Dummchen ist, aber er kennt eben noch nicht alles und ist offen für neues. Während der seltsamen Ereignisse bei dem Mittelalter-Rollenspiel ist er es, der meistens kühlen Kopf behält und versucht, den mysteriösen Ereignissen mit Logik und Verstand beizuwohnen. Ich mochte es sehr gerne, ihn zu begleiten, während er der Rollenspielgruppe versucht zu helfen und langsam aber sicher dann doch an seinem eigenen Verstand zweifelt. Gleichzeitig macht er eine tolle Entwicklung durch und lernt, was für ihn im Leben wichtig ist und dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt. Dass manche Menschen und Dinge es wert sind, dass man ihnen einen zweiten Blick schenkt. Wenn euch das Buch interessiert, falls ihr es selber noch nicht längst gelesen habt, dann könnt ihr euch gerne meine REZENSION durchlesen.


Ready Player One von Ernest Cline

Es ist mittlerweile schon anderthalb Jahre her, seit ich das Buch gelesen habe, aber ich habe immer noch die besten Erinnerungen daran. Ich schätze mal, die meisten Bücher, die ich hier vorschlagen werde, richten sich an weibliche und männliche Leserschaft. Das Buch ist im Schnitt dann vielleicht doch eher was für die Herren der Schöpfung, da es sich ausschließlich mit Computerspielen befasst, bevorzugt aus den 70er und 80er Jahren. Der Protagonist Wade Watts ist nicht nur ein junger Mann, sondern sehr ungewöhnlich, da er etwas dicklich ist, Pickel hat und auch sonst nicht der Strahlemann, mit dem man sich gerne (als Mann) identifizieren möchte. Aber er ist authentisch und vermutlich den meisten Männern ähnlicher, als sie (und wir Frauen) wahr haben wollen. Wade ist ein richtiger Nerd, kennt sich mit allen möglichen Videospielen aus und verbringt sein ganzes Leben in der virtuellen Welt, damit er mit der realen nichts zu tun haben braucht. Doch das Buch wäre keine Dystopie (ja, es ist eine!), wenn Wade sein bisheriges Leben nicht so weiterleben könnte wie bisher. Der virtuellen Cyberwelt muss er teilweise den Rücken kehren und einen Fuß in das schreckliche Reallife setzen, denn sein Leben wird bedroht - in beiden Welten. Die Vermischung dieser Welten fand ich überaus gelungen, ebenso die Entwicklung von Wade, der vom faulen, unglücklichen Moppel zum, nunja, nicht zum fitten, starken und heißen Kämpfer wird, aber der seinen Mut findet und erkennt, was im wahren Leben wirklich wichtig ist. Meine Rezension findet ihr HIER.


Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch

Ich denke mal, dass viele von euch das Buch und vielleicht sogar schon die Fortsetzungen gelesen haben, dennoch möchte ich mögliche letzte Zweifler gerne überzeugen. Peter Grant ist ein junger Police Constable, der bei der Suche nach Hinweisen an einem Tatort einen Geist trifft. Zunächst geschockt über diese Begebenheit, erfährt Peter kurze Zeit später, dass er der erste  Police Constable seit vielen Jahren ist, der über magische Fähigkeiten verfügt und wird kurzer Hand von Nightingale, einem mächtigen Zauberer, der mit der Polizei zusammen arbeitet, unter dessen Fittiche genommen. Schnell wird klar, dass es sich hierbei nicht um einen Abklatsch von Harry Potter handelt, sondern etwas ganz Spezielles ist. Peter ist mit seiner Art unheimlich sympathisch, da er einen schwarzen Humor hat und eben ganz Mann ist. Er hat nun mal andere Bedürfnisse als Frauen, achtet auf andere Kleinigkeiten als Frauen und ist weniger sentimental als Frauen. Die Situationen, in die er gerät, sorgen für viele lustige Momente und brachten mich häufig zum Lachen. Er verändert sich immer ein bisschen mehr von Band zu Band, macht Fortschritte mit der Magie und wird bedachter. Ich denke einfach, dass Peter die Figur eines richtigen Kumpels verkörpert: wenn du fällst, lacht er dich erst aus und fragt dann, ob alles okay ist. Ein Arschloch-Freund eben. Und so einen braucht jeder! Hier habe ich noch meine REZENSION zum ersten Band für euch.


Die Wächter von Astaria - Der letzte Paladin von Thomas Finn

Wer meinen Blog regelmäßig und aufmerksam verfolgt, der wird wissen, dass Thomas Finn einer meiner Lieblingsautoren ist. Ich habe erst vorgestern sein neuestes Buch zu Ende gelesen. Und eins kann ich schon vorneweg sagen: in (fast) allen seinen Büchern sind Jungs oder junge Männer die Protagonisten. Die Reihe Die Wächter von Astaria gehört zu meinen Lieblingsreihen überhaupt und ist meine Lieblingsreihe von dem Autor. Der junge Knappe Fabio, der in dem Buch die Hauptrolle hat, war mir auf Anhieb sympathisch. Der Auftrag, zu dem er und sein Lehrmeister ausgesandt werden, scheint recht harmlos, doch setzt dieser eine Kette von Ereignissen in Gang, für die Fabio eine wichtige Figur darstellt. Er lernt, über sich hinauszuwachsen, muss erkennen, dass Feinde sich als Verbündete entpuppen können und dass Verrat in den eigenen Reihen herrschen kann. Fabio macht zwar einige Fehler, aber er ist mutig und hilfsbereit und steht für seine Sache ein. Es machte mir eine riesen Freude, ihn bei seinen Abenteuern und seiner Entfaltung zu begleiten, zum Ende der Reihe hin hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass er wie ein Freund für mich geworden war. Leider sind die Bücher vergriffen, aber die ersten beiden Bände gibt es ohne Probleme noch gebraucht zu besorgen. Nur beim dritten Band gibt es Probleme. Falls euch die Reihe jetzt jedoch interessieren sollte, könnt ihr HIER meine Rezension zu Der letzte Paladin lesen.


Der Kinderdieb von Brom

Wow, was war das bitte damals für ein Buch? Auch wenn es über ein Jahr her ist, seit ich es gelesen habe, lässt es mich bis heute nicht mehr los. Wie man sich vermutlich bei dem Cover schon denken kann, handelt es sich hierbei um eine Peter Pan-Adaption. Eine sehr düstere Peter Pan-Adaption. Und das Buch eignet sich besonders gut für meinen Post heute, da es nicht nur einen männlichen Protagonisten gibt, sondern gleich zwei. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Peter und Nick erzählt, einem Jungen, der Peter in das geheimnisvolle Land Avalon folgt, da er sich dort Glück und Frieden erhofft. Ich mochte beide Jungs sehr gerne. Peter ist ein sehr widersprüchlicher Charakter, da er einerseits sehr grausam, berechnend und kaltherzig ist, andererseits hat man als Leser unendlichen Mitleid mit ihm und möchte für ihn da sein. Nick tut einem einfach nur Leid, da er mit völlig falschen Erwartungen Peter folgt und in seinem persönlichen Albtraum landet. Er ist, sozusagen, Peters Gewissen, spricht auf ihn ein und macht deutlich, dass alles, was in Avalon abläuft, salopp gesagt, absolute Scheiße ist. Während des ganzen Buches hofft man, dass beide es schaffen, ihr Glück zu finden und besonders Nick wünschte ich es von ganzem Herzen. Dieses Buch wird mich immer beschäftigen und nachdenklich stimmen, denn es ist eindeutig eine Kritik gegen Erwachsene, die Kinder misshandeln und alleine lassen. Meine Rezension zu dem Buch gibt es HIER.


Das sind also fünf Bücher, in denen Jungs und junge Männer die Hauptrolle spielen. Habt ihr lieber männliche oder lieber weibliche Protagonisten? Oder ist euch das egal? Wenn euch die Reihe gefällt oder ihr Verbesserungsvorschläge habt, würde ich mich über Feedback freuen. Außerdem könnt ihr mir auch gerne Themenvorschläge hinterlassen, aus welchen Kriterien die nächsten Bücher empfehlen soll.

Kommentare:

  1. Huhu :)
    "Saeculum" und "Der Kinderdieb" habe ich gelesen, beide fand ich toll. Obwohl ich Peter einen Tick besser fand, als den Prota von "Saeculum" (keine Ahnung wie der hieß ^^). Brom hat auch eine ganz eigene Art zu schreiben, irgendwo zwischen Märchen und Horror. Genauso wie ich es mag :D
    Ich bin zwar pro männliche Protagonisten, aber oft schon habe ich es beobachtet, dass wenn Frauen männliche Charaktere erzählen lassen, sie sich nicht authentisch genug anhören. Siehe "Sixteen Moons" und auch Ethan von "Plötzlich Prinz" fand ich irgendwie weiblich :D

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Carly,
      Peter war auf jeden Fall vielschichtiger und eindrucksvoller als Basti (der Protagonist aus Saeculum :D), deswegen habe ich mir Der Kinderdieb auch als letztes Buch auf gespart ;)

      Es kann durchaus sein, dass männliche Protagonisten von weiblichen Autorinnen nicht authentisch genug dargestellt werden können, denn hey, wir können ja nicht in die Köpfe und Gedanken von Männern reingucken :D bisher hatte ich aber immer Glück, dass auch Autorinnen gute männliche Protagonisten schaffen können :)

      Liebe Grüße und danke fürs Leser sein :)
      KQ

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    2. Hey :)
      Ich bin gerne Leserin bei dir. Es gefällt mir nämlich richtig gut hier :D

      Basti, genau so hieß der xD
      George R.R. Martin ist wohl der Charakterkönig, er hat so viele vielschichtige Charaktere und das männlich und weiblich. Sie wirken alle mega-echt.

      Liebe Grüße

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    3. Hallo Carly,
      vielen lieben Dank :)
      Ja, für mich war das der Hauptgrund, Das Lied von Eis und Feuer abzubrechen :D Mir sind es nämlich viel zu viele Protagonisten/Charaktere und viel zu viele Perspektiven o.O

      Liebe Grüße, KQ

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  2. Ich finde es nicht schlimm, dass oft Mädchen/Frauen die Protagonisten sind. Es ist aber schade, dass es so wenig Bücher mit männlichen gibt!
    Saeculum hab ich schon gelesen und fands echt gruselig (als ich auf die Uhr schaute, war plötzlich 2 Uhr nachts und im Buch die Stelle, wo nachts lauter Leute unterwegs waren :D). Durch den Kinderdieb hab ich mich gequält und Ready Player One liegt aufm SUB.

    lg. Tine =)
    www.buchstabengefluester.blogspot.de

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    1. Hallo Tine,
      ich finde weibliche Protagonistinnen auch nicht schlimm. Vielleicht kam das ja ein bisschen falsch rüber :D Aber ich finde es mittlerweile schwieriger, authentische Protagonistinnen auszumachen, da es einfach so viele gibt. Da können männliche Hauptfiguren einfach noch leichter überzeugen, da sie, meiner Meinung nach, nicht ganz so viel Konkurrenz haben (vor allem im Jugendbuch-Genre).
      Ich konnte Saeculum damals partout nicht aus der Hand legen, da es so spannend war. Zwischendurch war ich mich echt nicht mehr sicher, was ich beim Lesen glauben sollte.
      Das ist natürlich schade, dass dir Der Kinderdieb nicht gefallen hat, aber das Buch ist wirklich sehr speziell, das ist einfach nicht für Jedermann was.

      Liebe Grüße :)
      KQ

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  3. Ready Player One ist auf jeden Fall ein Must-Read für jeden, der ein wenig Nerd in sich hat. Wer in den 80ern seine Kindheit/Jugend verbracht hat, wird wahrscheinlich mit dem Buch mehr anfangen können, als jemand, der später geboren wurde, aber auch ich als 89er Kind habe das Buch abgöttisch geliebt.
    Den Kinderdieb fand ich auch gleichwohl interessant, wie verstörend. Und die Zeichnungen *omg* <3

    Und Asche auf mein Haupt, denn ich habe bisher noch kein einziges Ursula Poznanski Buch gelesen *hust* Wobei eines auf dem SUB liegt ^^

    Eine andere Reihe mit männlichem Protagonist, die ich jedem, der für das Thema SciFi einigermaßen offen ist, ans Herz legen kann, ist die Chaos Walking Trilogie von Patrick Ness.

    Ich bevorzuge definitiv männliche Charaktere, besonders in jüngster Zeit. Das Angebot von Jugendbüchern mit weiblichen Teenager-Protagonisten ist meiner Meinung nach längst gesättigt und immer häufiger kristallisiert sich der immer wieder gleiche Typ heraus, sodass so langsam alles in einem Einheitsbrei versinkt und es immer schwerer wird die wirklichen Perlen herauszufischen. Es gibt sie, ohne Frage, aber ich habe das Gefühl, dass sie rarer werden. Entweder das, oder ich persönlich habe schlichtweg inzwischen die Nase vom immer gleichen Mädchentyp gestrichen voll.

    Ich finde die "Empfiehlt-Reihe" auf jeden Fall toll <3 Es ist eine gute Möglichkeit, um die Bücher nach völlig neuen Kategorien zu sortieren und nicht immer nur nach Genre. Ich hätte zu gerne eine Kategorie mit YA Fantasy/Dystopie Büchern ohne Liebesdrama. Oder ganz ohne Liebe. Oder Liebe schlimmstenfalls nur als unwichtiges Nebenprodukt.

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    1. Hallo,
      ich bin ja kein Kind aus den 80ern, noch nicht mal Ansatzweise ('91 :D), aber dennoch konnte ich mich für das Buch so begeistern, eben weil in mir ein kleiner Nerd steckt :)

      Ach, es ist nicht dramatisch, noch kein Ursula Poznanski Buch gelesen zu haben. Man kann nicht alles gelesen haben. Ich kann ihre Bücher zwar uneingeschränkt empfehlen, aber deswegen muss man sie ja nicht zwingend lesen. Aber natürlich würde ich mich freuen, wenn dir ein Buch von ihr gefallen würde. Da du Ready Player One so mochtest, sollte Erebos eigentlich genau richtig für dich sein.

      In letzter Zeit habe ich auch gemerkt, dass ich männliche Hauptfiguren lieber mag. Oder die männlichen Nebencharaktere mehr mochte als die Protagonistin. Ich stimme dir nämlich absolut zu, dass die weiblichen Hauptcharaktere zu stereotypisch werden und man selten mal jemanden findet, der total aus der Masse heraus sticht. Zudem sind mir die Mädchen in den Büchern oft zu jung. Das ist bei jungen Männern meistens nicht der Fall. Die sind oftmals schon mindestens 18 oder älter, während das Mädchen erst 16 ist...

      Es freut mich sehr, dass dir die Reihe gefällt :) Ich habe jedenfalls noch viel vor! Tatsächlich hatte ich für die Zukunft auch schon einen Post damit geplant, Bücher ohne Liebesgeschichte zu empfehlen ;) Das würde aber schon etwas schwieriger werden :D

      Liebe Grüße, KQ

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    2. Ich für meinen Teil habe ja während der Lektüre ständig gegooglet und mir Serien, Filme und Musik, die in "Ready Player One" erwähnt werden, zu Gemüte geführt. Ich denke, wenn man es richtig anpackt, kann man genauso fanatisch werden, wie Wade ^^

      Ich habe inzwischen übrigens mit einem Poznanski-Buch begonnen. Allerdings mit Fünf. Das ist mir in der Bibliothek in die Hände gefallen und bisher finde ich es auch wirklich gut. Das Thema ist wirklich interessant und einzigartig und ich bin nun umso gespannter auf ihre Jugend- und Fantasybücher ^^

      Dass ich die Nebencharaktere lieber mag, als die Protas ist ja allgemein eines meiner größten Probleme. Zumal meine Lieblingsnebencharas häufig ins Gras beißen. Ich weiß auch nicht, woran das liegt...
      Jedenfalls freue ich mich immer über Bücher, bei denen ich auch am Hauptcharakter Gefallen finde, denn das ist für mich wichtig, um wirklich vollkommen in die Geschichte einzutauchen.

      Oder das Mädel ist 17 und der Kerl 100+ xD
      Jedenfalls stimmt das Prinzip. Wobei mir das Alter des Protas prinzipiell egal wäre, WENN er/sie/es sich dann nicht wie ein triebgesteuertes, sentimentales Teenagerdrama auf zwei Beinen benimmt. Was so gut wie immer der Fall ist... deshalb mochte ich Cinder so gerne. Cyborgs sind sooo viel cooler als Menschen *hust* Und das meine ich wörtlich.

      Je spezifischer die Auswahl, desto schwieriger wird es werden. Aber das ist dann ja auch das Interessante daran. Nach Genre sortieren kann ja schließlich jeder ;)
      Ich denke, besonders im YA-Bereich sind Bücher ohne Liebesgeschichte selten. Für Teenager ist das Thema nunmal wichtig. Wenn man bei den Büchern für Jüngere sucht, ist das vorherrschende Thema dann eben Freundschaft. Was mir 100 Mal lieber ist... vielleicht auch, weil ich schon seit ner ganzen Weile kein Teenie mehr bin. Aber ich war auch damals nicht besonders gefühlsduselig und konnte mit Liebesgeschichten nicht sonderlich viel anfangen.

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    3. Hallo,
      beim Lesen von Ready Player One habe ich auch viele Spiele und Filme gegoogelt, da ich bei aller Liebe zu Games und dergleichen die meisten dann doch nicht kannte :D Haha, klar kann man so fanatisch wie Wade werden, aber dafür habe ich noch so viele andere Dinge zu tun ;)

      Ich habe schon bei Goodreads gesehen, dass du Fünf begonnen hast. Es freut mich auf jeden Fall zu hören, dass dir das Buch bisher gefällt. Ich finde, es ist ja gerade die ungewöhnliche Thematik, die Ursula Poznanski immer für ihre Bücher wählt (Geocaching, Mittelalter-Rollenspiele, Computer-Rollenspiele...), die ihre Bücher so besonders machen.

      Da ich ja eigentlich immer schnell zu begeistern bin, mag ich Protagonisten meistens schon recht gerne, aber besonders bei meiner Lektüre im März ist mir wieder mal aufgefallen, dass es in einigen Büchern Nebencharaktere gibt, die ich mindestens genau so mag wie die Protagonisten, wenn nicht sogar ein bisschen mehr (besonders in Clockwork Prince).

      Das Alter ist mir auch egal, wenn das Gesamtkonzept des Buches stimmt und sich die Charaktere doch altersgemäß benehmen. Ich kann solche übertriebenen Liebesgeschichten zum Beispiel nicht ernst nehmen, wenn die Protagonisten erst 16 Jahre alt sind und schon von der Liebe ihres Lebens reden und von wegen sie würden für den anderen sterben und so weiter. Gleichzeitig erwarte ich von 16 jährigen aber auch ein gewisses Niveau, das manchmal einfach nicht gehalten wird....

      Oh ja, das stimmt. Ich gehe gerade mein Bücherregal die ganze Zeit durch und suche nach Büchern ohne Liebesgeschichte. Ist ein bisschen schwieriger als gedacht. Bücher zum Thema Freundschaft habe ich aber schon beisammen, das wollte ich auch noch machen :) Also ein bisschen Liebe finde ich schon schön, ich mag es auch gerne, wenn die beiden Liebenden sich am Ende kriegen, aber wenn es zu kitschig wird, dann wird mir schlecht. Ich bin nämlich auch nicht so der romantische Typ^^

      Liebe Grüße, KQ

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    4. Ich bin ziemlich gut daran mich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Und das über einen längeren Zeitraum hinweg ^^ Ich frönen meinen Obsessionen und irgendwann suche ich mir dann wieder etwas Neues. Sei es Fußball, Anime, Manga, Bücher, Serien, Filme, weiß der Himmel. Ich habe für alles Phasen. Ich wäre ein verdammt guter Wade...

      Poznanski trifft mit ihren Themen bei mir jedenfalls ins Schwarze und es kommt ihr sicher zu Gute, dass sie Themen in ihre Thriller einbaut, die noch unverbraucht sind. Und vielleicht ein klein wenig nach Nerd schreien ;)

      Ich habe eine Schwäche für Figuren, die nicht eindeutig schwarz oder weiß sind, sich eben nicht eindeutig einer Seite zuordnen lassen [aber nicht in Form von "Ich hatte es immer schwer im Leben und bin nur bei den Bösen, weil man mich dazu zwingt. Aber eigentlich bin ich fluffig-süß"]. Ich mag Figuren die Charakterzüge wie Naivität, Gutgläubigkeit, moralische Unfehlbarkeit, Unschuld und Co. an den Tag legen, einfach nicht so wahnsinnig gerne. Leider sind das in der Regel die Charakteristiken für den typischen Protagonisten. Und meine Charaktervorlieben passen meistens zu Nebencharakteren.

      Ich glaube aber, dass Teenager tatsächlich eher dazu neigen von der Liebe ihres Lebens zu sprechen. In dem Alter glaubt doch jeder, dass die erste große Liebe ewig hält. Ich denke, je älter man wird, desto spärlicher gebraucht man diesen Begriff, weil man sich bewusst wird, dass diese Teenagerverliebtheit der ersten Wochen eben nicht ewig hält und zu einer anhaltenden Beziehung einfach weitaus mehr gehört. Auch so ein Punkt, der mich bei den Teenieprotagonisten häufig stört. Es ist entweder alles Friede-Freude-Eierkuchen oder eben ganz großes Drama. Das normale Mittendrin, das eigentlich der Normalfall ist, fehlt mir.

      Ich mag es am liebsten, wenn die Liebesgeschichte nebenher läuft, ohne große Erwähnung zu finden, bzw. ständig hervorgehoben werden zu müssen. Wenn das Verhalten der Charaktere darauf schließen lässt und der Autor es nicht mit großem Trara hervorheben und groß beschreiben muss.

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  4. Ui, wieder einmal ein toller Post! Ich finde es schön, dass du auch eher ungewöhnliche Punkte zu einem gemeinsamen Nenner machst und nicht nur Genre für Genre abhakst. :)

    Hachja, Saeculum. Das war schon ein mega gutes Buch. Ich weiß noch, wie ich mich beim Lesen gegruselt habe, weil die Beschreibungen so bildreich und toll waren.

    Auch wenn Der Kinderdieb echt gut klingt, ist das Buch nichts für mich. Ich hab natürlich direkt mal die von dir markierten "Spoiler" in der Rezi durchgelesen und ne. Dafür bin ich einfach nicht gemacht, obwohl es echt mal nach was anderem klingt.

    Uuuund dein neuer Hintergrund ist schick! Auch wenn es für mich ungewohnt ist, deinen Blog mit einem anderen Hintergrund zu sehen als das blaugrün :D

    Ich freue mich schon auf den nächsten Post der Reihe :D

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Hallo Lyrica,
      Dankeschön :) Ja ich bemühe mich, interessante und vielleicht ungewöhnliche Themen zu finden, nach denen ich die Bücher zusammen suche. Es freut mich, dass es Anklang findet :)

      Ich habe mich beim Lesen von Saeculum auch extrem gegruselt damals. Ich habe auch an meinem Verstand gezweifelt zwischendurch und wusste manchmal wirklich nicht, was ich glauben sollte. Frau Poznanski schreibt einfach tolle (Jugend-)Thriller!

      Der Kinderdieb ist auch ganz schön heftig, es ist definitiv kein Buch für Jedermann. Entweder, man kommt mit solchen Szenen und Beschreibungen zurecht oder nicht. Ein Dazwischen gibt es da glaube ich nicht. Wobei ich es komisch finde, dass ich brutale Szenen in Büchern nicht schlimm finde, in Filmen damit aber gar nicht umgehen kann und immer wegschauen muss...

      Uh danke :) Ich wollte eigentlich die ganze Zeit einen grauen Hintergrund haben, der aber nicht einfach nur grau ist, sondern ein bisschen Struktur besitzt, aber gleichzeitig so ist, dass er eine Ebene bildet. Dafür habe ich eine gute Seite gefunden, die tolle Bilder für Hintergründe anbietet. Meine Schwester findet den Hintergrund nicht schön, aber was soll man machen? :D Muss ja in erster Linie mir gefallen!

      Ja ich bin schon eifrig dabei, Ideen zu sammeln :)

      Liebe Grüße, KQ

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  5. Oh, „Der Kinderdieb” klingt spannend und „Ready player One” würde ich auch gerne lesen.
    Diese Rubrik finde ich übrigens klasse! Genau wie den Rest deines Blogs, das Design ist super schön :)

    Liebste Grüße <3

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    1. Hallo PaperPrincess,
      ich kann dir beide Bücher nur wärmstens empfehlen, sie sind ungewöhnlich, berühren, sind spannend und denken zum Nachdenken an.
      Vielen Dank für die Blumen :) Es freut mich sehr, das zu hören, beziehungsweise zu lesen!
      Liebe Grüße, KQ

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